Zwischenbilanz – Vom Baukindergeld profitieren insbesondere Familien mit niedrigerem Einkommen

Erstellt am: 10.05.2019 – Geändert am: 10.05.2019

Um Häuslekäufer- und bauern zu fördern, führte die Große Koalition 2018 das Baukindergeld für Familien mit Kindern ein. Die Einführung war umstritten. Kritiker sahen darin die Gefahr, dass insbesondere Familien mit oberen Einkommen von dieser staatlichen Geldspritze profitieren würden. Eine aktuelle Zwischenbilanz macht nun allerdings deutlich: Vom Baukindergeld profitieren vor allem Familien mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen zwischen 20.000 und 30.000 Euro. 22,3 Prozent des gesamten Fördergeldes flossen an diese Zielgruppe. Ohnehin wiesen 37 Prozent der bisher geförderten Haushalte ein zu versteuerndes jährliches Haushaltseinkommen von bis zu 30.000 Euro nach, 58 Prozent bis zu 40.000 Euro. Das heißt: Die Behauptung, das Baukindergeld käme vor allem Familien mit oberen Einkommen zugute, entspricht schlichtweg nicht der Realität.

Laut Angaben der Bundesregierung wurden zum Stichtag 31. März 2019 fast 169 Millionen Euro bewilligt und auf 7.954 Anträge verteilt. Das meiste Geld, rund 84 Prozent, wurde für Bestandsmaßnahmen eingesetzt.

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