Zwei Förderprogramme zur Unterstützung sozialer Einrichtungen gestartet

Erstellt am: 06.11.2020 – Geändert am: 06.11.2020

Quelle: Canva

Die COVID-19-Pandemie führt gesellschaftlich wie wirtschaftlich zu massiven Herausforderungen. Zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise hat die Bundesregierung ein Konjunktur- und Zukunftspaket auf den Weg gebracht, das milliardenschwere Investitionen für eine ökologische Modernisierung ermöglicht. Auch die sozialen Einrichtungen, deren Relevanz in der Corona-Krise einmal mehr deutlich geworden ist, werden mit zwei neuen Förderprogrammen des Bundesumweltministeriums unterstützt. 

„Sozial & Mobil“

Mit dem von der Bundesregierung aufgelegten Förderprogramm „Sozial & Mobil“ können Akteure aus Gesundheits- und Sozialwesen Fördergelder für die Umstellung ihrer Flotten auf Elektrofahrzeuge beantragen. „Sozial & Mobil“ hat ein Volumen von 200 Millionen Euro und läuft von 2020 bis 2022. Das Programm ist am 02.11.2020 gestartet. Aufgrund der kurzen Programmlaufzeit sowie den nachfragebedingten langen Lieferzeiten von Elektrofahrzeugen ist eine schnelle Beantragung der Förderung empfehlenswert.

Wer kann von „Sozial & Mobil“ profitieren?

Das BMU-Förderprogramm richtet sich an Organisationen und Unternehmen, die im Gesundheits- und Sozialwesen tätig sind. Außerdem können Leasinggeber, die Fahrzeuge an solche Organisationen und Unternehmen verleasen, eine Förderung beantragen. Diese müssen sie an die Leasingnehmer weitergegeben.

Was wird genau gefördert?

Die Bundesregierung will den Ausbau der Elektromobilität vorantreiben. Damit z. B. Seniorenheime, mobile Pflegedienste oder Kindertagesstätten den Umstieg schaffen, werden sie bei der Beschaffung rein batterieelektrischer Neufahrzeuge und dem Aufbau von Ladeinfrastruktur unterstützt.

Wie hoch ist die „Sozial & Mobil“ Förderung?

Die Art und der Umfang der staatlichen Förderung können – abhängig vom Beihilferecht – variieren. Für den Kauf eines Elektrofahrzeugs anstelle eines Verbrenners gibt es zwei Fördermöglichkeiten, wobei grundsätzlich die Mehrkosten für ein Elektrofahrzeug im Vergleich zu einem Verbrenner förderfähig sind.

Weiterführende Informationen finden Sie hier

„Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“

Neben dem Programm „Sozial & Mobil“ wird die Bundesregierung das Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ auflegen. Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialwesen werden in den Jahren 2020 bis 2023 dabei unterstützt, sich gegen die Folgen des Klimawandels (z. B. Hitze, Starkregen oder Hochwasser) zu wappnen. Das Förderprogramm hat ein Volumen von 150 Millionen Euro. Das Programm startete am 2. November 2020. Das erste Förderfenster ist in 2020 noch bis zum 15. Dezember geöffnet.

Wer kann von dem Förderprogramm profitieren?

Das BMU-Förderprogramm richtet sich an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen, die im Gesundheits- und Sozialwesen tätig sind. Krankenhäuser, Pflege- und Altenheime oder Hospize sind z. B. ebenso antragsberechtigt wie Kindergärten, Schulen, Kieztreffs oder Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen. Für Anträge, diebis zum 30. Juni 2021 gestellt werden, gilt teilweise eine erhöhte Förderquote von bis zu 100 Prozent für finanzschwache Kommunen sowie gemeinnützige Vereinigungen, wie zum Beispiel Wohlfahrtsverbände.

Was wird genau gefördert?

Im Rahmen des Programms fördert das Bundesumweltministerium umfassende Beratungen und konkrete Anpassungsmaßnahmen für soziale Einrichtungen: Soziale Einrichtungen erhalten die Möglichkeit, passgenaue Klimaanpassungskonzepte zu erstellen. Gefördert wird die strategische Konzeptentwicklung ebenso wie die Umsetzung vorgeschlagener Klimaanpassungsmaßnahmen. Dazu können gehören bauliche Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünung, Speicherflächen für Regenwasser, schattenspendende Pavillons, Installation von Sonnensegeln oder der Bau von Wasserspielplätzen. Mit Ausbildungs- und Weiterbildungsprogrammen sowie Informationskampagnen wird das Thema Klimaanpassung bei den Beschäftigten, aber auch den zu betreuenden Personen und ihren Angehörigen adressiert.

Der Inhalt der Förderrichtlinie, umfassende Informationen zum Antragsverfahren und Weiteres stehen aktuell hier bereit.

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