Zurück zur Meisterpflicht – richtig so!

Erstellt am: 13.09.2019 – Geändert am: 13.09.2019

Copyright: Christiane Lang

Union und SPD haben sich darauf geeinigt, für zwölf Gewerke die Meisterpflicht wieder einzuführen. Der Meisterzwang wurde im Jahr 2004 von der damaligen rot-grünen Regierung in 53 von 94 Handwerksberufen abgeschafft. „Damit setzen wir ein wichtiges Vorhaben des Koalitionsvertrags um. Das ist eine sehr gute Nachricht nicht nur für das Handwerk! Denn die Meisterpflicht ist die beste Garantie für Qualität, Innovation und Verbraucherschutz“, ist Joachim Pfeiffer überzeugt. Im Sommer hatte ein intensiver Dialog- und Anhörungsprozess aller Gewerke, Sozialpartner sowie des Wirtschaftsausschusses stattgefunden. Die Anhörungen werden nun ausgewertet. Danach soll eine Koalitionsarbeitsgruppe „Reform der Handwerksordnung“ darüber beraten, für welche Berufe die Reform zurückgedreht wird. Die Union empfiehlt dies u.a. in diesen zwölf Berufen: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Glasveredler, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Behälter- und Apparatebauer, Böttcher, Betonstein- und Terrazzohersteller, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer. Bestehende Betriebe, die derzeit nicht der Meisterpflicht unterliegen, dürfen auch weiterhin ihr Handwerk selbstständig ausüben und erhalten Bestandsschutz. Die Änderung der Handwerksordnung soll Anfang 2020 in Kraft treten.

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