Wer jetzt welche Soforthilfen wie beantragen kann

Erstellt am: 24.03.2020 – Geändert am: 24.03.2020

Copyright: Büro Joachim Pfeiffer MdB

Bund und Länder arbeiten aktuell intensiv an einer unbürokratischen Umsetzung der verabschiedeten Hilfspakete, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise zu bewältigen. Das umfangreiche Hilfspaket vom Bund sieht unter anderem Soforthilfen in Höhe von bis zu 50 Milliarden Euro für kleine Unternehmen, Solo-Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe vor. Das Land Baden-Württemberg hat dieses Hilfspaket ergänzt und stellt zusätzlich fünf Milliarden Euro Soforthilfe für baden-württembergische Unternehmen zur Verfügung. Damit können auch Solo-Selbständige und Firmen mit bis zu 50 Beschäftigten einen einmaligen und nicht zurückzuzahlenden Zuschuss für drei Monate beantragen.

Nachfolgend sind alle relevanten Fragen zu den Soforthilfen und dem Antragsverfahren aufgeführt.

Wer kann die Soforthilfen beantragen?

In Baden-Württemberg können gewerbliche und Sozialunternehmen, Solo-Selbstständige sowie Angehörige der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten und Hauptsitz in Baden-Württemberg einen Antrag stellen.

Was wird gefördert?

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen unterstützt werden. Dazu zählen unter anderem laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten.

Wie wird gefördert?

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses, ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt: 

vom Bund bis zu

  • 9.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten,

vom Land Baden-Württemberg bis zu

  • 30.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 50 Beschäftigten.

Wie kann ein Antrag gestellt werden?

Die Anträge stehen auf der Website des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg (wm.baden-wuerttemberg.de) und bei den Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern vor Ort zur Verfügung. Diese sind vollständig auszufüllen, auszudrucken, zu unterschreiben, einzuscannen und über das Online-Portal an die jeweilig zuständige Kammer zu übermitteln. Die Anträge werden von den IHKs und HWKs im ganzen Land in einem 16-Stunden-Betrieb bearbeitet und dann der L-Bank zur Auszahlung zugeführt.

Ab wann können Anträge gestellt werden?

Das Wirtschaftsministerium arbeitet rund um die Uhr mit Hochdruck an der Umsetzung. Der vollelektronische Antragsprozess soll am Mittwochabend, den 25. März 2020, starten.

Wie werden die Soforthilfen finanziert?

In dieser historischen Notsituation weicht die Bundesregierung von der Schuldenbremse ab und hat am Montag einen Nachtragshaushalt in Höhe von 156 Milliarden Euro für die Hilfspakete beschlossen über den der Bundestag am Mittwoch, 25. März 2020 entscheidet. 

Der vergleichsweise niedrige Schuldenstand ermöglicht es der Politik nun mit ganzer Kraft zu handeln, um den wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen entschieden entgegenzutreten.

Wie wird Massenarbeitslosigkeit vorgebeugt?

Die Bundesregierung hat einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld ermöglicht, um Arbeitsplätze während der Corona-Pandemie in den Betrieben zu erhalten und Kündigungen von Beschäftigten zu vermeiden. Alle wichtigen Informationen, ab wann, wie und wo Kurzarbeitergeld beantragt werden kann, erhalten Sie bei der Bundesagentur für Arbeit


Weiterführende Informationen stehen auf der Website des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau zur Verfügung.

Die CDU Baden-Württemberg hat ebenfalls noch einmal alle wichtigen Fragen hier zusammengefasst.

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