Warum Deutschland weiterhin auf Nord Stream 2 setzen sollte

Erstellt am: 08.02.2019 – Geändert am: 08.02.2019

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Frankreich und Deutschland haben am heutigen Freitag einen mit der EU-Kommission abgestimmten Vorschlag zur Überarbeitung der europäischen Gasrichtlinie vorgelegt. Damit haben die beiden Länder einen Kompromiss für das Gas-Pipeline Projekt Nord Stream 2 finden können. Der Vorschlag sieht unter anderem vor, dass die Zuständigkeit für Pipelines mit Drittstaaten wie Russland bei dem EU-Land liegt, in dem die Leitung erstmals auf das europäische Netz trifft. Mit einer Neuverordnung möchte Brüssel strengere Regeln für Gasleitungen auch außerhalb der EU einführen. Die Gefahr droht, dass, obwohl schon hunderte Kilometer der Pipeline durch die Ostsee verlegt sind, das Projekt Nord Stream 2 mit einer Verschärfung der Richtlinie unwirtschaftlich werden könnte. Das Argument, Nord Stream 2 würde Europa schwächen, leuchtet dem wirtschafts- und energiepolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Joachim Pfeiffer nicht ein. Im Gegenteil.

„Damit stärken wir sowohl die Versorgungssicherheit als auch den Wettbewerb und machen uns unabhängiger – gerade auch politisch – von Ramboattacken aus den USA. Davon profitieren auch die Verbraucher. Einen Widerspruch zu den Zielen der europäischen Energieunion und des Energiebinnenmarktes kann ich nicht erkennen“, erklärt Pfeiffer.

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