Von Q.C. nach D.C. mit der Atlantik-Brücke e.V.

Erstellt am: 20.10.2017 – Geändert am: 20.10.2017

Die transatlantischen Beziehungen sind zentraler Pfeiler der deutschen Außenpolitik. Ein offener Dialog mit den USA auf Augenhöhe und auf allen Ebenen gilt es daher zu pflegen und das gegenseitige Vertrauen kontinuierlich zu stärken. Dazu reiste der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer mit der Atlantik-Brücke e.V. vergangene Woche in die USA. Die Reise führte nach Washington D.C. und in die Finanzhochburg Charlotte, auch „Queen City“ (Q.C.) genannt, im Bundesstaat North Carolina. Im Mittelpunkt standen Gespräche zur außen- und sicherheitspolitischen Ausrichtung sowie zur Wirtschafts- und Finanzpolitik der neuen US-Administration. 

In Charlotte „Q.C.“, Hauptsitz der größten US-Bank „Bank of America“, standen Termine mit zahlreichen Vertretern aus der Finanz- und Wirtschafts-Branche auf dem Programm. So machte die Delegation unter anderem Halt bei Tresata, einem schnell wachsenden Software-Unternehmen im Bereich Big Data im Finanzwesen, aber auch bei den dort ansässigen deutschen Industrieunternehmen, wie das 1.500-Kopf-starke Unternehmen Siemens Energy. Hier überzeugten sich die Teilnehmer unter anderem vom Ausbildungs- und Traineeprogramm vor Ort und erhielten authentische Eindrücke vom Unternehmen aus erster Hand. Von Charlotte „Q.C.“ ging es weiter nach Washington „D.C.“, wo sich die Mitglieder der Atlantik-Brücke bei Treffen im Pentagon oder auf dem Capitol Hill unter anderem mit Kollegen aus dem amerikanischen Kongress intensiv über die US-Verteidigungs- und Handelspolitik, die deutsch-amerikanischen Beziehungen sowie zu sicherheitspolitischen Fragen austauschten. Dabei machten sie unmissverständlich klar, dass Freihandel und offene Märkte die Lösung, nicht das Problem seien. Jetzt sei es an der Zeit, gemeinsam die Globalisierung zu gestalten. Auch über das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU sowie über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA wurde diskutiert. Gerade NAFTA ist für die Europäer besonders interessant, lässt sich daraus doch ableiten, was von den vielen Ängsten und Hoffnungen rund um transatlantische Freihandelspläne tatsächlich zu halten ist. Die USA haben bereits mit 20 Ländern Verträge wie TTIP geschlossen. Für Deutschland sind die USA der wichtigste Exportmarkt mit 124,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015. Die Mehrheit der US-Importe aus Deutschland entfallen auf Transportausrüstungen, Chemikalien und Maschinen. Dem stehen rund 50 Milliarden US-Dollar an amerikanischen Warenlieferungen nach Deutschland gegenüber. Zudem sind US-Firmen für den deutschen Arbeitsmarkt von erheblicher Bedeutung. Sie investieren nicht nur jährlich Milliardenbeträge in den Bereich Forschung und Entwicklung, sondern schaffen über 677.000 Arbeitsplätze. Deutsche Firmen, auf der anderen Seite, sind der drittwichtigste ausländische Arbeitgeber in den USA, nach Großbritannien und Japan. Daran wird die vertrauensvolle und besondere Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA deutlich, trotz manchen politischen Differenzen und Herausforderungen. 

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