US-Strafzölle sind brandgefährlich

Erstellt am: 31.05.2018 – Geändert am: 31.05.2018

Geschlossenheit der EU wichtiger denn je

Copyright: Markus Schwarze

Heute Nachmittag hat US-Handelsminister Wilbur Ross angekündigt, dass ab Mitternacht US-Zeit (06.00 MESZ) die neuen Zölle auf Stahl- und Aluminium-Importe auch für die EU gelten. Dazu erklären der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Carsten Linnemann, und der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer:

 

Carsten Linnemann: „Entscheidend wird jetzt sein, dass die EU mit einer Stimme spricht. Und klar ist auch, dass wir innerhalb des Regelwerks der WTO reagieren müssen. Aber ich warne vor dem Einstieg in eine Eskalationsspirale, an deren Ende ein neuer Anti-Amerikanismus steht, der sich auf alle Themenfelder erstreckt. Die USA sind und bleiben unser wichtigster Bündnispartner.“

Joachim Pfeiffer: „Die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium gegen die EU sind brandgefährlich und volkswirtschaftlich irrsinnig. Mit dieser Entscheidung zündelt der US-Präsident Donald Trump nicht nur, sondern es entsteht die Gefahr eines protektionistischen Flächenbrandes. Das US-Vorgehen ist ohne Zweifel WTO-rechtswidrig, daher muss die EU die USA umgehend bei der Welthandelsorganisation verklagen. Auch gilt es, Schutzmaßnahmen für die europäische Industrie vor umgeleiteten Importen zu ergreifen und den USA deutlich zu machen, dass die EU zu schmerzhaften Gegenmaßnahmen in der Lage ist. Als Europäer sollten wir ein großes Interesse daran haben, einen Handelskrieg zu vermeiden.“

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