US-Strafzölle: „Gefahr einer Eskalation“

Erstellt am: 26.01.2018 – Geändert am: 26.01.2018

Kurz vor seinem Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) an diesem Mittwoch hat US-Präsident Donald Trump verschiedene Produkte, darunter Waschmaschinen und Solaranlagen mit Schutzzöllen belegt. Die Begründung: Schaffung von amerikanischen Arbeitsplätzen.

„Ich beobachte diese Entwicklung mit Sorge. Zwar betreffen die neuen US-Schutzmaßnahmen nach den bisherigen Informationen in erster Linie chinesische und südkoreanische Unternehmen. Jedoch bergen solche Maßnahmen - unabhängig davon, von wem sie ergriffen werden - immer die Gefahr einer Eskalation, die dem weltweiten Handel insgesamt und damit auch Deutschland und Europa wirtschaftlichen Schaden zufügen kann.“

Auch die USA haben in den vergangenen Jahrzehnten erheblich vom freien Welthandel profitiert. Es gilt daher, die weltweite wirtschaftliche Kooperation sowohl auf multilateraler Ebene im Rahmen der WTO als auch auf bilateraler Ebene durch moderne Freihandelsabkommen weiter auszubauen.

„Internationale Abkommen können am besten einen fairen Interessenausgleich gewährleisten. Deutschland sollte sich auch in Zukunft für deren Abschluss einsetzen“, fordert Pfeiffer.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Auftritt in Davos mehr globale Kooperation gefordert: "Wir glauben, dass Abschottung uns nicht weiterführt. Wir glauben, dass wir kooperieren müssen, dass Protektionismus nicht die richtige Antwort ist“. Hierzu zähle ein faires und offenes Welthandelssystem.

Statt nationaler Alleingänge erfordert die Globalisierung multilaterale Lösungsansätze. Die Devise muss daher lauten: Freihandel first, nicht, America first. Freihandel ist eben gerade kein Nullsummenspiel, bei dem die Gewinne der einen Seite nur durch die Verluste der anderen Seite aufgewogen werden, sondern eine Win-Win-Situation.

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