Unter die Erde

Erstellt am: 24.01.2020 – Geändert am: 24.01.2020

Copyright: Markus Schwarze

Ein neuer Vorschlag liegt auf dem Tisch: Der Nord-Ost-Ring als Tunnellösung, vierspurig von Waiblingen bis Kornwestheim. Diese Idee hatte Rüdiger Stihl in dieser Woche präsentiert. Keine schlechte Idee, meint Joachim Pfeiffer, CDU-Politiker aus Waiblingen, und erklärt: „Der Nord-Ost-Ring ist volkswirtschaftlich sinnvoll. Kein einziges Projekt in der ganzen Republik hat einen solch hohen Kosten-Nutzen-Faktor wie der Nord-Ost-Ring“. Geld vom Bund zum Bauen sei ausreichend vorhanden. Jetzt müsse das Land ran, aber genau das wolle nicht in Bewegung kommen.

Der Vorteil des aktuellen Vorschlags: Eine unterirdische Straße würde das Schmidener Feld nicht in Mitleidenschaft ziehen. Selbst wenn die Kosten deutlich in die Höhe schießen würden, nämlich von aktuell geplanten 209 Millionen für die oberirdische Variante auf dann rund 1,2 Milliarden Euro für die unterirdische Variante hält Joachim Pfeiffer das Verkehrsprojekt für sinnvoll. „Die Bundesstraßenprojekte in Baden-Württemberg scheitern aktuell alle nicht am nicht vorhandenen Geld, sondern am politischen Willen der Grünen. Ich appelliere daher an Winfried Hermann, das Vorhaben zügig auszuschreiben. Denn: „Der Bund zahlt, aber das Land plant“, so Pfeiffer gegenüber der Waiblinger Kreiszeitung.

Das baden-württembergische Verkehrsministerium will den Vorschlag nun bewerten. Ob eine Tunnellösung in naher Zukunft politisch mehrheitsfähig wird, wird sich noch zeigen müssen. Aber immerhin ist Straßenprojekt Nord-Ost-Ring mit einem konstruktiven Vorschlag wieder im Gespräch.

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