Spieglein, Spieglein an der Wand: Welches ist das innovativste Land?

Erstellt am: 19.10.2018 – Geändert am: 22.10.2018

Copyright: CDU Deutschland/Markus Schwarze

Deutschland hat die innovativste Volkswirtschaft. Das ergab eine Studie des Weltwirtschaftsforums. Damit liegt die Bundesrepublik noch vor den USA. Ausschlaggebend für diesen Spitzenplatz sind die zahlreichen Patente, wissenschaftliche Veröffentlichungen und die Zufriedenheit der Kunden mit deutschen Produkten. Das steigere die Kreativität der Unternehmen sowie den Wunsch, kontinuierlich besser zu werden, so der Globale Wettbewerbsbericht 2018. Auch bei der Wettbewerbsfähigkeit schneidet Deutschland mit einem dritten Platz hervorragend ab.

 

Deutschland hat die innovativste Volkswirtschaft. Das ergab eine Studie des Weltwirtschaftsforums. Damit liegt die Bundesrepublik noch vor den USA. Ausschlaggebend für diesen Spitzenplatz sind die zahlreichen Patente, wissenschaftliche Veröffentlichungen und die Zufriedenheit der Kunden mit deutschen Produkten. Das steigere die Kreativität der Unternehmen sowie den Wunsch, kontinuierlich besser zu werden, so der Globale Wettbewerbsbericht 2018. Auch bei der Wettbewerbsfähigkeit schneidet Deutschland mit einem dritten Platz hervorragend ab.

Allerdings misst die Studie nicht nur die Innovationsfähigkeit. Um festzustellen, wie wettbewerbsfähig ein Land ist, werden zusätzlich noch andere Faktoren herangezogen, u.a. die Stärke des Finanzsystems, der Infrastruktur, der Bildung und des Gesundheitswesens. Werden diese Faktoren zusammengerechnet, landet Deutschland hinter den USA und Singapur auf dem dritten Platz im Wettbewerbsfähigkeit-Ranking. Danach folgen die Schweiz, die in den vergangenen Jahren sonst stets vor Deutschland lag, Japan, die Niederlande, Hongkong, Großbritannien und Schweden. Von den insgesamt 140 Staaten, die das Weltwirtschaftsforum untersucht hatte, erklomm China den 28. Platz.

Auf diesen Erfolg können wir stolz sein! Und dennoch darf er uns nicht zu falschen Annahmen führen. Die gute wirtschaftliche Entwicklung ist kein Automatismus. Wir müssen daran arbeiten, dass das so weitergeht. Denn der Erfolg von heute ist der Feind des Erfolgs von morgen. Für künftige Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland gilt es, die Digitalisierung zügig anzupacken, den Fachkräftemangel zu bekämpfen, und die Energiewende voranzubringen. Zudem belasten der Brexit und seine Ausgestaltung, der Vormarsch des Populismus, der eskalierte US-Handelskonflikt mit China, die schwelende Türkei- und Argentinienkrise die deutsche Wirtschaft. Hier muss Deutschland als ökonomisches Zugpferd der EU mit gutem Beispiel vorangehen und sich gegen Handelsbarrieren und Nationalismus und für Freihandel und Multilateralismus einsetzen. 

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