Reform der Pflegeausbildung beschlossen

Erstellt am: 24.06.2017 – Geändert am: 11.09.2017

Gesetz soll Pflegeberufe attraktiver machen

Ob Altenpflege, Kinderkrankenpflege oder Krankenpflege - künftig sollen alle Pflegeausbildungen mit einer gemeinsamen zweijährigen allgemeinen Ausbildung beginnen. Danach können sich die angehenden Pflegefachkräfte entscheiden, ob sie im letzten Jahr die allgemeine Ausbildung fortsetzen oder sich doch lieber auf das Gebiet der Alten- bzw. Kinderkrankenpflege spezialisieren möchten. Im Jahr 2020 tritt das neue Gesetz in Kraft. Mit der Neuregelung werden die bisher im Altenpflegegesetz und Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Pflegeausbildungen in einem neuen Pflegeberufegesetz gebündelt. Angesichts des steigenden Fachkräftemangels in der Pflege ist eine Aufwertung und Stärkung des Pflegeberufs dringend geboten. Auch wird der Pflegealltag immer komplexer. So nimmt beispielsweise die Zahl der Menschen, die an chronischen oder mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden, stetig zu. Zudem wird es bis zum Jahr 2030 mehr als 3,5 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland geben. Dafür fehlen derzeit schlichtweg noch die Arbeitskräfte. Mit der Reform sollen die Pfleger von morgen nicht nur bestmöglich auf die anstehenden Herausforderungen vorbereitet werden, vielmehr soll dadurch auch die Ausbildung als solche attraktiver gemacht werden. Pflegern wird auch die Möglichkeit eröffnet, einfacher zwischen den verschiedenen Pflegebereichen zu wechseln. Zudem entfällt das Schulgeld, für welches Pflegefachkräfte in einigen Bundesländern selbst aufkommen müssen. Zudem soll ein weiteres wichtiges Signal mit der Einführung einer hochschulischen Pflegeausbildung gesetzt werden. Das berufsqualifizierende Studium vermittelt neben den Inhalten der Pflegeausbildung Kenntnisse über die Gestaltung von Pflegeprozessen oder die Entwicklung von Qualitätsmanagementkonzepten. Sechs Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes soll in einer Überprüfung festgestellt werden, wie viele Auszubildende eine Spezialisierung gewählt haben und wie viele ihren ursprünglichen Berufswunsch geändert haben. Sollten sich dann mehr als die Hälfte der Auszubildenden für den generalistischen Abschluss und gegen eine Spezialisierung entschieden haben, kann der Bundestag darüber entscheiden, ob er den Abschluss in der Alten und Kinderkrankenpflege abschafft. Mit dem Gesetz werden außerdem die verschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Pflegekräfte abgerundet. Das zeigt: Die Union hat Wort gehalten. Mehr Geld, zusätzliches Personal und eine moderne Ausbildung – seit 2013 hat die Union in drei Reformschritten die Pflege besser gemacht. Von den Verbesserungen profitieren Pflegebedürftige durch mehr Zuwendung. Angehörige bekommen höhere Zuschüsse und zusätzliche Hilfen. Pflegekräfte erhalten Unterstützung im Pflegealltag.

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