Politische Luft schnuppern – Erfahrungsbericht

Erstellt am: 28.09.2018 – Geändert am: 28.09.2018

Copyright: Büro Dr. Pfeiffer MdB

Politik zum Greifen nah

Meistens kennt man Politiker nur von Bildern auf Wahlplakaten oder aus den Medien. Dabei scheint es oft so, als würde Politik im weit entfernten Berlin gemacht. In unserer Zeit als Praktikanten im Bundestagsbüro des Waiblinger CDU-Wirtschaftspolitikers, Joachim Pfeiffer, durften wir Politik jedoch hautnah erleben und feststellen.

Wir, Angelika und Florian, zwei Politikstudenten aus dem schönen Fellbach, haben uns entschlossen, vier Wochen unserer Sommerpause zu nutzen, um die Arbeit des Bundestages direkt vor Ort mitzuerleben und sie vielleicht auch ein klein wenig selbst mitzugestalten.

Freier Zugang zum Herzen der Demokratie

Ein Dienstag im September, 10.00 Uhr, Dorotheenstraße 69, Berlin, Hausausweisstelle: Wir warten bereits seit zwei Stunden auf unsere Hausausweise. Menschenmassen drängen sich im Wartesaal der Ausweisstelle, um den kleinen blauen Ausweis zu beantragen, der ihnen Zugang zu den Häusern des Deutschen Bundestages gewähren soll. Ein Freifahrtschein sozusagen. Die 120 Minuten Wartezeit machen sich also bezahlbar.

Jetzt können wir unseren Marathon beginnen und unterirdisch durch die Tiefgarage vom Jakob-Kaiser-Haus ins Maria-Elisabeth-Lüders-Haus, von dort über die Brücke ins Paul-Löbe-Haus, und dann wieder unterirdisch über ein Laufband in den Aufzug (in dem man sich freundlich Hallo und Tschüss sagt) zurück in den 6. Stock ins Büro laufen. Auf diesen Wegen kann man theoretisch jedem Politiker begegnen oder ihn allerspätestens in der Cafeteria antreffen. Auch nach vier Wochen Praktikumszeit müssen wir noch immer feststellen: In diesem politischen Labyrinth im Herzen der Demokratie gilt es sich erst einmal zurechtzufinden.

 

Einblicke in die politische Sacharbeit

Zurechtfinden. Das ist auch das Stichwort für Joachim Pfeiffer. Zurechtfinden in seinem Kalender, Zurechtfinden bei seinen Terminen mit Unternehmensvertretern, Journalisten und anderen Politikern. Zurechtfinden bei all den politischen Themen, die auf der aktuellen Tagesordnung stehen. Ob zum Handelskonflikt zwischen China und den USA, Diskussionen über Diesel Hardware-Nachrüstungen oder zu Rüstungsexporten – als wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher muss er zu so gut wie fast allen wirtschaftlichen Entwicklungen im In- und Ausland eine Meinung haben und sprechfähig sein.

Damit dies gelingt und er immer bestens vorbereitet ist, arbeiten ihm mehrere Mitarbeiter sowohl im Wahlkreis als auch in Berlin zu. Diesen konnten wir in unserer Zeit als Praktikanten über die Schultern schauen und  unterstützen. Zu unseren vielfältigen Aufgaben gehörten unter anderem Recherchen, einen Bericht für die Homepage von der Delegationsreise nach China verfassen und eine Veranstaltung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Sharing Economy besuchen.

 

Direkter Draht zu den politischen Verantwortungsträgern unseres Landes

Neben den Tätigkeiten im Büro von Joachim Pfeiffer konnten wir im Rahmen des Praktikantenprogramms der CDU/CSU-Fraktion weitere Einblicke in die Arbeitsweisen des politischen Systems erlangen. Dazu gehörten Gesprächsrunden mit Referenten der Fraktion sowie mit einzelnen Ministern der Partei, darunter die Ministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, sowie der Minister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier. Die Möglichkeit, in einem überschaubaren Rahmen von zumeist 50 Teilnehmern Fragen direkt an die verantwortlichen Minister und Referenten zu stellen, erlaubte es uns, der Politik ganz persönlich zu begegnen.

Natürlich durften Besuche bei Organisationen wie dem Bundesnachrichtendienst und der ARD nicht fehlen. Dadurch wurde uns noch einmal bewusst, wie viele weitere Institutionen am politischen Geschehen beteiligt sind.

Abschließend können wir sagen, dass wir in unserer Zeit hier im politischen Berlin noch einmal gemerkt haben, dass Politik nicht nur auf Wahlplakaten und im Fernsehen stattfindet. Im Gegenteil! Sie ist viel näher als gedacht an den Sorgen und Nöten der Bürger dran. Daher werden wir in Zukunft die politischen Debatten sicherlich aus einem ganz anderen Blickwinkel mitverfolgen und eines Tages vielleicht auch (wieder vor Ort in der Hauptstadt) mitdiskutieren können. Es war eine schöne, ereignisreiche und lehrreiche Zeit! Wir sagen Tschüss und auf Wiedersehen und vielen Dank!

(Berlin, 28.09.2018, Angelika Busse und Florian Aldinger)

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