Pfeiffer als Vorsitzender wiedergewählt

Erstellt am: 23.03.2018 – Geändert am: 23.03.2018

CDU Rems-Murr: Pfeiffer als Vorsitzender wiedergewählt

 

Beim CDU-Kreisparteitag in Winnenden wurde der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer mit knapp 95 Prozent der Stimmen erneut zum Vorsitzenden gewählt. In seiner Rede vor den rund 150 Kreismitgliedern ging Pfeiffer auf die aktuelle politische Lage in der Welt ein, die von einer neuen Verunsicherung geprägt sei. Viele Geschehnisse in anderen Teilen des Globus würden Europa wesentlich verändern und hätten so auch Einfluss auf Deutschland. Mit der Wahl von Donald Trump sei Europa und Deutschland ein natürlicher Verbündeter verloren gegangen, auf den seit Jahrzehnten Verlass gewesen sei. Dadurch sei Europa gezwungen, selbst mehr für seine Sicherheit und die Wahrung seiner Interessen zu sorgen. Der Schlüssel dafür sei eine engere Zusammenarbeit in Sicherheits- und Verteidigungsfragen der EU-Staaten. Dazu gehöre es aber auch, so Pfeiffer weiter, endlich zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts für Verteidigungsausgaben bereitzustellen. So sei es auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben.
 
Zur neu gebildeten Großen Koalition betonte der CDU-Politiker, wie wichtig es sei, dass mit der Koalition von Union und SPD nun eine stabile und handlungsfähige Regierung stehe. Mit Blick auf die eigene Historie konstatierte Pfeiffer, dass zu Zeiten seines Vorgängers Paul Laufs noch drei Parteien im Bundestag saßen. Zum erstmaligen eigenen Einzug in den Bundestag waren es dann vier und seit der letzten Bundestagswahl ganze sieben Parteien in sechs Fraktionen. Zwar wäre dem Wirtschaftsexperten eine Jamaika-Koalition lieber gewesen als eine Neuauflage der GroKo. Mit dem Beharren auf die Schwarze Null, der Absage an Steuererhöhungen und dem Abbau bestehender Schulden sei aber ein Markenkern der CDU im Koalitionsvertrag klar verankert worden.
Für die in diesem Jahr anstehenden Kommunal- und Europawahlen gab der Unionsabgeordnete die Losung aus, sich nicht in die Büsche zu schlagen, sondern die Position der stärksten Kraft voller Energie zu verteidigen.
Im Rahmen des CDU-Kreisparteitages wurde zudem mit dem Landtagsabgeordneten Siegfried Lorek ein Nachfolger für den stellvertretenden Vorsitzenden Christoph Palm MdL gewählt, der aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl angetreten war.

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