Ost und West: Viel erreicht, noch viel zu tun

Erstellt am: 27.09.2019 – Geändert am: 27.09.2019

Copyright: Yvonne Hermann

In wenigen Wochen feiert Deutschland 30 Jahre Mauerfall. Viel ist seitdem in den neuen Bundesländern passiert, ob auf dem Arbeitsmarkt, im Tourismus oder in der Infrastruktur. War der Osten im Jahr 2000 noch für seine Massenarbeitslosigkeit bekannt, fehlen inzwischen in vielen Regionen Fachkräfte.

In Berlin haben mittlerweile 30 Prozent aller Startups ihren Sitz; zudem sind in den letzten Jahren zahlreiche Bildungs- und Forschungseinrichtungen entstanden. Steil nach oben ging es auch bei der Anzahl an Gästeübernachtungen. Die deutschen Beherbergungsbetriebe zählten 2018 einen Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zu 1992. Auf der anderen Seite halten sich manche Unterschiede hartnäckig, z.B. wächst die Wirtschaft im Osten noch immer langsamer als dies in den alten Bundesländern der Fall ist. 2017 das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner in Ostdeutschland erst 73,2 Prozent des westdeutschen Niveaus erreicht. Der Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit, der diese Woche in Berlin vorgestellt wurde, führt diese Unterschiede auf strukturelle Faktoren zurück, wie die Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft, die ländliche geprägte Siedlungsstruktur oder auch die fehlende Präsenz von Großunternehmen. Insgesamt ruft die Bundesregierung in ihrem Bericht dazu auf, den Blick nach vorn auf gemeinsame Herausforderungen zu lenken. Dazu gehöre insbesondere die veränderte Rolle Deutschlands in Europa und der Welt. „Doch auch konkret gilt es anzupacken. Um den Wirtschaftsmotor anzukurbeln und die Lebensverhältnisse anzugleichen, gilt es auf Innovationen, den Infrastrukturausbau und produktivitätssteigernde Investitionen in Unternehmen vor Ort zu setzen.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht zum Stand der deutschen Einheit.

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