Natur- und Insektenschutz gehen nur gemeinsam mit der Landwirtschaft

Erstellt am: 12.02.2021 – Geändert am: 12.02.2021

Quelle: Canva

Insekten stellen gut 70 Prozent der Tierarten weltweit. Sie sind damit ein wesentlicher Bestandteil der biologischen Vielfalt. Allerdings sind in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 75 Prozent der Gesamtmasse an Fluginsekten aus Deutschlands verschwunden. Die Ursachen des Insektensterbens sind vielfältig und reichen von der industriellen Landwirtschaft über Lichtverschmutzung bis zum Klimawandel. Das ist alarmierend. Deshalb stellt sich für die CDU nicht die Frage, ob Insekten geschützt werden müssen, sondern wie.

Die Landwirtschaft, welche rund 24 Prozent des Insektensterbens verursacht, hat in den letzten Jahren viel getan – freiwillig und in Zusammenarbeit mit den Ländern. Auch andere müssen jetzt einen Beitrag leisten. Leider war dies nicht der Weg des Bundesumweltministeriums. Mit dessen Gesetzentwurf drohen pauschale Unterschutzstellungen und Anwendungsverbote – und das ohne verlässliche Regelungen für die weitere Förderung oder einen finanziellen Ausgleich. Für die Union ist dies nicht hinnehmbar. Wir wollen mehr Insektenschutz. Aber nur gemeinsam mit der Landwirtschaft und nicht gegen sie. Wir setzen auf Kooperation statt Eingriffe, Anreize statt Auflagen. Nur so sichern wir die Artenvielfalt und regionale Produkte. Beides gehört zur Nachhaltigkeit - genauso wie verlässliche Perspektiven für die bäuerlichen Familienbetriebe.

Am 10. Februar wurden nun Gesetz und Verordnung zum Insektenschutz vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht. In intensiven Beratungen mit dem Bundeskanzleramt, dem Umwelt- und dem Landwirtschaftsministerium konnte die CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg erreichen, dass der baden-württembergische Weg der Partnerschaft von Landwirten und Insektenschutz gestärkt und nicht untergraben wird. Was im Land geprägt wurde, hat sich im Bund nun durchgesetzt! So werden Ausnahmeregelungen unter anderem für Naturschutzgebiete, Mäh- und Streuobstwiesen sowie für die Anwendung von Glyphosat zur Unterstockbehandlung im Obst- und Weinbau geschaffen. Auch Ackerflächen außerhalb von Schutzgebieten sollen von den Verboten rechtlich unbefristet ausgenommen werden. Lichtverschmutzung, als Gefahr für nachtaktive Insekten, soll hingegen künftig eingedämmt werden. Auch Fliegenfänger dürfen nur noch begrenzt eingesetzt werden. Damit konnten wir eine starke Grundlage für die anstehenden Beratungen in Bundestag und Bundesrat erreichen.

Die wichtigsten Punkte hat die CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg für Sie hier zusammengefasst.

Ein FAQ zum Gesetz und Verordnung zum Insektenschutz finden Sie hier 

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