Nationale Wasserstoffstrategie – 9 Milliarden Euro für klimafreundliche Technologie

Erstellt am: 12.06.2020 – Geändert am: 12.06.2020

Quelle: Deutscher Bundestag | Büro Joachim Pfeiffer

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Nationale Wasserstoffstrategie beschlossen. Damit wird Wasserstoff eine Schlüsselrolle im Rahmen der Energiewende zukommen. Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, dass Deutschland weltweit die Nummer 1 bei dieser Technologie werden soll. Hierzu erklärt der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer: “Wasserstoff ist ein zentraler Baustein zum Gelingen der Energiewende. Die heute verabschiedete Nationale Wasserstoffstrategie zeigt auf, wie das Potenzial gehoben werden kann. Zentral ist, dass alle Farben und Anwendungsfelder berücksichtigt werden. Das Gebot der Stunde lautet Technologie- und Sektorenoffenheit. Die Dekarbonisierung muss im Mittelpunkt stehen. Im nächsten Schritt ist die vorgestellte Strategie zügig umzusetzen und mit der im Sommer erwarteten Europäischen Wasserstoffstrategie zu verzahnen”.

Milliardenzuschüsse und verbesserte Rahmenbedingungen

Das Kabinett hat mit der Nationalen Wasserstoffstrategie die erste Maßnahme des Aufbruchspakets beschlossen: Durch Milliarden-Zuschüsse und verbesserte Rahmenbedingungen wird Wasserstoff als klimafreundlicher Energieträger in Deutschland vorangebracht werden. Ein neuer 25-köpfiger Nationaler Wasserstoffrat soll die Politik in Zukunft beraten. Die nun verabschiedete Strategie sieht neben den laufenden Förderprogrammen zusätzliche sieben Milliarden Euro dafür vor, dass sich Wasserstoff am Markt durchsetzt. Zwei Milliarden Euro stehen zudem für Konzepte mit internationalen Partnern insbesondere in Europa bereit.

Zukunftstechnologie für nachhaltige Energiegewinnung

Die Bundesregierung sieht bis 2030 einen Wasserstoffbedarf von ca. 90 bis 110 Terawattstunde . In einem ersten Schritt sollen in Deutschland bis 2030 Erzeugungsanlagen für Wasserstoff von bis zu fünf Gigawatt Gesamtleistung entstehen. Bis spätestens 2040 werden dann Elektrolyse-Kapazitäten von bis zu zehn Gigawatt aufgebaut – dies entspricht der Leistung von zehn Atomkraftwerksblöcken. Bei der neuen Wasserstofftechnologie fallen keine Schadstoffe an, wie es bei der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen der Fall ist. Viel mehr handelt es sich hier um eine nachhaltige Energiegewinnung: Aus Wasser wird der Energielieferant Wasserstoff herausgespalten, der nach Nutzung zu Wasser rückgewandelt und dem Kreislauf wieder zugeführt wird.

Zurück