Meisterbrief wird gestärkt – Eckpunkte für eine Novellierung der Handwerksordnung

Erstellt am: 10.04.2019 – Geändert am: 10.04.2019

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Mit Eckpunkten für eine Novellierung der Handwerksordnung streben die Koalitionsfraktionen eine Stärkung des Meisterbriefs an.

„Ich begrüße die nun beschlossenen Eckpunkte für eine Novellierung der Handwerksordnung. Denn damit einher geht die Stärkung des Meisterbriefs, der wiederum die Basis für den Erfolg der dualen Ausbildung im Handwerk ist und einen großen Beitrag zur Fachkräftesicherung in unserem Land und zu der mit unter sechs Prozent  geringsten Jugendarbeitslosenquote in ganz Europa leistet“, zeigt sich der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Joachim Pfeiffer erfreut. Der Meisterbrief im Handwerk, so heißt es im jetzt beschlossenen Eckpunkte-Papier der Koalitionsarbeitsgruppe „Meisterbrief“ von Union und SPD, sei die „beste Garantie“ für Qualitätsarbeit, Verbraucherschutz und Leistungsfähigkeit.

Meisterpflicht soll 2020 ausgeweitet werden

Hintergrund der Initiative: 2004 war in mehr als 50 Berufen die Meisterpflicht weggefallen. Diese Entscheidung soll nun überprüft werden. Das Bundeswirtschaftsministerium erhält den Auftrag, Kriterien zu entwickeln, auf deren Grundlage Gewerke verfassungs- und europarechtskonform wieder in die Meisterpflicht überführt werden können. Dazu soll es einen umfassenden Konsultationsprozess des Ministeriums mit dem Handwerk geben. Die Fraktion erwartet, dass schon im Herbst 2019 ein entsprechender Gesetzentwurf im Bundestag beraten werden könnte. „Wir möchten, dass das Gesetz zum 1.1.2020 in Kraft treten kann“, so die Mitglieder der Koalitionsarbeitsgruppe.

Bei der Rückführung von Gewerken in die Meisterpflicht sollen bereits bestehende Betriebe Bestandsschutz haben.

Stärkung des Meisterbriefes im Koalitionsvertrag vereinbart

Laut Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann sei die Stärkung des Meisterbriefes bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden. "Jetzt gehen wir mit dem Auftrag an das Bundeswirtschaftsministerium den nächsten Schritt.“

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