Gestutzte Wachstumsprognosen

Erstellt am: 22.06.2018 – Geändert am: 22.06.2018

 

 

Gestutzte Wachstumsprognosen – die richtige Antwort ist mehr Freihandel

 

„In dieser Woche hat bereits das fünfte Wirtschaftsinstitut seine
Wachstumsprognose stark nach unten korrigiert. Es droht nun einzutreten,
worauf ich schon seit Jahren hingewiesen habe: Die positive
Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre ist kein Selbstläufer. Deutschland
darf sich nicht auf vergangenen Erfolgen ausruhen. Bereits in der
Vergangenheit haben sich viele Risiken für den deutschen Wachstumsmotor
herauskristallisiert: Fachkräftemangel, Brexit, fehlende Innovationen und
Marktorientierung bei der Umsetzung der Energiewende usw.

Die Hauptgefahr ist derzeit ein drohender protektionistischer Flächenbrand,
ausgelöst durch die unilateralen Maßnahmen der US-Administration, die sich
gegen Verbündete wie Europa, Kanada und Japan ebenso richten wie gegen
China. Es wird deutlich, wie sehr Deutschland und Europa vom weltweiten
Freihandel profitiert haben und wie stark sich die negativen Entwicklungen
und weltweiten protektionistischen Tendenzen auf Deutschland auswirken. Ich
will aber auch deutlich sagen: Für diese Entwicklung tragen auch die
hiesigen Anti-Freihandelsaktivisten ein großes Maß an Mitverantwortung. Wenn
es zum Beispiel gelungen wäre, TTIP noch mit dem damaligen US-Präsidenten
Obama unter Dach und Fach zu bringen, hätten wir den heutigen Handelsstreit
mit den USA mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.

Es gilt nun, gemeinsam mit allen Partnern guten Willens eine 'Koalition der
Willigen für den Freihandel' zu bilden. So sollten die Freihandelsabkommen
mit Japan, Neuseeland, Australien Mexico und Mercosur schnell zum Abschluss
gebracht und das CETA-Abkommen mit Kanada schnellstmöglich ratifiziert
werden. Dies wäre die richtige Antwort Europas auf den weltweit um sich
greifenden Protektionismus.“

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