Masern-Impfung wird Pflicht

Erstellt am: 15.11.2019 – Geändert am: 15.11.2019

Quelle: Canva

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten überhaupt. Sie können eine vorübergehende Immunschwäche hervorrufen, wodurch vorübergehend eine erhöhte Empfänglichkeit für bakterielle Superinfektionen besteht. Um der Verbreitung von Masern Einhalt zu gebieten, hat die Große Koalition das Masernschutzgesetz verabschiedet. Und das ist gut so!

Das Masernschutzgesetz sei ein Kinderschutzgesetz im wahrsten Sinne des Wortes sei, sagte Bundesgesundheitsminister, Jens Spahn, in seiner Plenarrede. Gerade Kleinkinder bräuchten „besonderen Schutz“. Kinder könnten nicht selbst entscheiden, ob sie geimpft würden, daher sei eine Impfpflicht nötig.

Ab 1. März 2020 tritt die Impfpflicht in Kraft. Auch Kinder, die bereits in einer Kita oder Schule sind, müssen nachweisen, dass sie geimpft sind oder die Masern schon hatten, allerdings erst bis zum 31. Juli 2021. Darüber hinaus sind auch Beschäftigte in Kitas, Schulen, Kliniken und Praxen oder Asylbewerberheimen verpflichtet, einen Nachweis über ausreichenden Impfschutz zu erbringen. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, dem können ein Tätigkeitsverbot, Zutrittsverbot oder ein Bußgeld in Höhe von bis zu 2500 Euro drohen.

Ziel des Masernschutzgesetzes ist es, die Impfquote von aktuell 93,6  Prozent (Zahl prüfen wir derzeit noch) auf 95 Prozent zu erhöhen. Das ist laut Weltgesundheitsorganisation die notwendige Quote, um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen. Dann sind auch diejenigen vor Ansteckung geschützt, die selbst aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können - etwa Neugeborene, ältere Menschen oder chronisch Kranke.

In namentlicher Abstimmung votierten 459 Abgeordnete für das Gesetz, 89 lehnten es ab, 105 enthielten sich.

Einen ausführlichen Faktencheck und Hintergründe zur Infektionskrankheit Masern sowie zur Masernimpfpflicht finden Sie hier

Zurück