Konjunktur-Lokomotive weiter unter Volldampf

Erstellt am: 20.04.2018 – Geändert am: 20.04.2018

Die deutsche Konjunktur-Lokomotive steht weiter unter Volldampf. Mit 2,2 Prozent für 2018 und 2,0 Prozent für 2019 gehen die führenden Wirtschaftsinstitute sogar von einem höheren Wachstum aus, als noch in ihrer Herbstprognose 2017. Auch der Arbeitsmarkt entwickelt sich sehr positiv, allerdings wird der Fachkräftemangel zunehmend zum Problem. Erfreulich ist, dass gerade die Arbeitnehmer in besonderem Maße vom Aufschwung in Form steigender Bruttolöhnen profitieren. Die positive Wirtschaftsentwicklung darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass große Herausforderungen vor uns liegen.

 

Deutschland als führende Exportnation ist in besonderem Maße auf offene Märkte und freien Handel angewiesen. Daher gilt es, gemeinsam mit anderen Ländern eine Koalition der Willigen für Freihandel und gegen den zunehmenden Protektionismus in der Welt – aber auch in Europa – zu bilden.

Digitalisierung und Industrie 4.0 bieten enorme Chancen, gerade auch für den Mittelstand. Diese gilt es aber auch zu nutzen. Die zunehmende Überregulierung des Arbeitsmarktes wie jetzt gerade wieder mit dem geplanten Teilzeitgesetz abzeichnet, gefährdet Arbeitsplätze und schwächt das Wachstum.

Der geplante Umbau der Energieversorgung ist so auszugestalten, dass Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit gleichermaßen gewährleistet sind. Die Formel für die Energiepolitik in dieser Legislaturperiode muss daher lauten: mehr Markt, mehr Wettbewerb, mehr Europa. Das muss auch das Leitmotiv der geplanten Strukturkommission im Bundeswirtschaftsministerium sein. Nationale Alleingänge beim Klimaschutz schaden nicht nur der deutschen Wirtschaft, sondern sind auch klimapolitisch kontraproduktiv. Zudem gilt mit Blick auf die Weiterentwicklung der EU die Devise: Unterstützung nur gegen Reformen.“

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