Klare Worte gegen Facebook: Datenfluss einen Riegel vorschieben

Erstellt am: 08.02.2019 – Geändert am: 08.02.2019

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Kundendaten sind die zentrale Ressource in der Informationsgesellschaft. Ohne Kundendaten kein Kundenkontakt, keine Möglichkeit zur Ansprache und zur Geschäftsanbahnung. Das Bundeskartellamt hat das erkannt und der Sammelwut von Facebook nun Einhalt geboten. Das ist richtig und wichtig. Denn auch im Internet sind Monopole nicht ratsam. Sie schaffen Abhängigkeiten; dem Missbrauch wird Tür und Tor geöffnet. „Es war höchste Zeit, dem Datenabfluss einen Riegel vorzuschieben und die Reichweite und den Einfluss des Netzwerks durch Drittanbieter zu begrenzen“, sagt Joachim Pfeiffer und erklärt weiter: „Der Nutzer muss im Fahrersitz sein, d.h. er muss über den Verbleib seiner Daten entscheiden können; sprich, der Nutzer sollte künftig besser über das Facebook-Tracking informiert werden und der Sammlung und Verwertung von Daten aus Drittquellen zustimmen müssen."

Das Unternehmen hat nun zwölf Monate Zeit, um für Nutzer eine solche Wahloption zu schaffen. Allerdings hat Facebook bereits angekündigt, diese Entscheidung nicht einfach so zu akzeptieren. Das ist angesichts des Geschäftsmodells auch nicht fragwürdig. Das ist nachvollziehbar, schließlich fußt der Erfolg von Facebook seit 15 Jahren auf dem datensammelwütigen Geschäftsmodell.

Das nun getroffene Urteil der Wettbewerbsbehörde ist ein weiterer Schritt, um klare Leitplanken für Unternehmen der Internetwirtschaft zu ziehen. Das ist wichtig, denn das Internet ist kein rechtsfreier Raum. In den nächsten Jahren wird es auch im digitalen Wirtschaftsbereich mehr Klarheit geben.

Stück für Stück wird so mehr Klarheit in die digitale Wirtschaftswelt gebracht und die Weichen für das Erfolgsmodell der Sozialen Marktwirtschaft im digitalen Deutschland gestellt.

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