Keine Märchen! Joachim Pfeiffer zur angeblichen Kluft zwischen Arm und Reich

Erstellt am: 12.05.2017 – Geändert am: 11.09.2017

Immer wieder zaubern Vertreter der Armutsindustrie neue Fake-News aus dem Ärmel: In Deutschland hätten die Reichen immer mehr und die Armen immer weniger - trotz sprudelnder Steuereinnahmen und ausgezeichneter Konjunktur. Zuletzt war Ähnliches vom paritätischen Wohlfahrtsverband im März 2017 zu hören.
Der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer hält dagegen: „Behauptet wird, dass ein kleiner Teil der Bevölkerung immer reicher wird. Das ist falsch. Seit 1951 besitzt unverändert ein Prozent der Bevölkerung rund elf Prozent des Volkseinkommens in Deutschland. Wahr dagegen ist, dass der Wohlstand in Deutschland seit Jahren wächst. Ein Grund dafür sind die um fast elf Prozent gestiegenen verfügbaren Einkommen der Arbeitnehmer zwischen 2012 und 2015. Heute hat jeder Arbeitnehmer im Durchschnitt 2000 Euro mehr in der Tasche als noch 2013. Zudem befindet sich die aktuelle Zahl der Erwerbstätigen auf absolutem Rekordniveau und wird voraussichtlich im kommenden Jahr weiter zunehmen. Die Plattitüde von der klaffenden Lücke zwischen Arm und Reich ist irreführend. Entsprechende Studien zeigen nicht eine Zunahme von Armut, sondern es wird Ungleichheit gemessen und als Armutsrisiko ausgewiesen. Ergebnis ist, dass selbst bei doppeltem Einkommen für alle trotzdem die gleichen Personen „von Armut bedroht“ wären, da der relative Abstand ja gleich bleibt. Einziger Sinn und Zweck dieser alten Mär ist das Werben der Armutsindustrie für mehr Umverteilung und Zuwendungen.“ 
Falsche Angstszenarien von reichen Profiteuren und armen Benachteiligten sind natürlich eine Steilvorlage für Dampfplauderer wie Martin Schulz. Seine Vorstellung von Gerechtigkeit als Umverteilung aber ist falsch und führt zu nichts. Dr. Joachim Pfeiffer erklärt: „Ludwig Erhard hat dazu mit seinem Grundsatz "Wohlstand für alle" schon vor Jahrzehnten alles Notwendige gesagt: Zunächst muss erwirtschaftet werden, bevor verteilt werden kann. Je mehr erwirtschaftet wird, desto mehr Wohlstand kommt auch in der breiten Bevölkerung an. Das hat in der Bundesrepublik funktioniert. Der Wettbewerb hebt Effizienzpotenziale und das Eigentum garantiert die Verantwortlichkeit des Einzelnen. Denn Gerechtigkeit bedeutet nicht, dass jeder das Gleiche haben muss. Vielmehr bedeutet Gerechtigkeit Chancengerechtigkeit. Das heißt die Möglichkeit für jeden Einzelnen, sich nach seinen Fähigkeiten und seinem Können zu entwickeln. Dafür müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, durch gute Bildungs- und Ausbildungspolitik, Förderung von Innovationen und Technologieoffenheit.“
 

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