Kartellvorwürfe gegen Autohersteller: „Es darf keine Vorverurteilung geben“

Erstellt am: 28.07.2017 – Geändert am: 09.08.2017

Gegen die deutschen Autobauer, Porsche, Volkswagen, Audi, Daimler und BMW, gibt es Kartellvorwürfe wegen angeblicher geheimer Absprachen. Ob diese Vorwürfe zutreffen, gilt es jetzt zu untersuchen. Die Automobilkonzerne müssen nun reinen Tisch machen und die Anschuldigungen lückenlos mit den Behörden aufarbeiten. „Vorverurteilungen lehne ich ab. Zudem ist operative Hektik fehl am Platz“, so der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Joachim Pfeiffer MdB gegenüber der Stuttgarter Zeitung.  Gleichzeitig erklärt er: „Sollte es zu Kartellverstößen gekommen sein, dann ist das starker Tobak und die ganze Härte des Gesetzes tritt ein.“ Dabei können sehr empfindliche Kartellbußgelder verhängt werden -  bis zu zehn Prozent des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens. Angesichts der weltweiten Umsätze der Unternehmen könnten mögliche Strafen daher in die Milliarden gehen.In den vergangenen Wochen hatten mehrere Medien an den möglichen Kartellverstößen recherchiert, die zu Manipulationen bei der Schadstoffreinigung von Dieselautos und somit zur Abgasaffäre geführt haben sollen. Ausgelöst wurden die Nachforschungen durch eine Art Selbstanzeige von Volkswagen und Daimler.   Fest steht schon jetzt: Angesichts der hohen Bedeutung der Autoindustrie und ihrer Zulieferer als Grundpfeiler der deutschen Wirtschaft, sind die bloßen Vermutungen für den Industriestandort Deutschland bereits schädlich.

Zurück