Kanzleramtsminister Altmaier in Fellbach

Erstellt am: 25.09.2017 – Geändert am: 25.09.2017

„Wenn Gerhard Schröder nur 20 Prozent dieses Erfolgs gehabt hätte, hätte er Krönungsmessen abgehalten“

Quelle: Laurence Chaperon

Auf der Zielgeraden des Bundestagswahlkampfes zeigte sich Kanzleramtsminister Peter Altmaier am Mittwochabend im Goldbergwerk in Fellbach siegessicher und voller Elan. Von einem soliden Haushalt bis zu steigenden Löhnen und Renten und einer Rekordbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt - „die CDU hat in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet. Wenn Gerhard Schröder nur 20 Prozent dieses Erfolgs gehabt hätte, hätte er Krönungsmessen in ganz Deutschland abgehalten. Wir wissen, wie man Deutschland gut regiert und werden zu unserer Verantwortung stehen“. Eingeladen zu der gemeinsamen Veranstaltung hatten der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Dr. Joachim Pfeiffer und seine Kollegen aus Stuttgart, Karin Maag und Stefan Kaufmann, der Esslinger Bundestagsabgeordnete, Markus Grübel, und Steffen Bilger aus Ludwigsburg. Der Landtagsabgeordnete Siegfried Lorek und der Leutenbacher Bürgermeister Jürgen Kiesl machten das politische Septett aus der Region perfekt und sorgten für einen interessanten und gelungenen Abend.

„Ich bin sicher nicht der wichtigste, aber mit Abstand der schwergewichtigste Minister der Bundesregierung“, begann Peter Altmaier launig seine Rede und brachte damit das voll besetzte Goldbergwerk zum Lachen. Baden-Württemberg sei im Deutschen Bundestag mit den CDU-Abgeordneten wie dem wirtschafts- und energiepolitischen Sprecher, Joachim Pfeiffer, dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Markus Grübel, und der Vorsitzenden der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag, nicht nur personenmäßig, sondern auch fachlich bestens vertreten. Diese Expertise würde sogar ausreichen, um ein eigenes Kabinett im Ländle aufzumachen, scherzte der gut gelaunte Politprofi Altmaier und kam dann zur Sache: Es ginge um viel bei der Bundestagswahl am 24. September. Die Union wolle die Bürger nicht belasten, sondern entlasten. Steuererhöhungen, wie sie von anderen Parteien gefordert werden, egal in welcher Form, seien Gift für Deutschland. Junge Familien mit Kindern müssten gestärkt werden, denn sie seien die Säulen unserer Gesellschaft. Als Anerkennung und Ermutigung sollen sie von einer Erhöhung des Kindergeldes sowie einer Angleichung von Kindern und Erwachsenen im Steuerrecht profitieren, aber auch einen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung in der Grundschule haben und beim Eigentumserwerb besser unterstützt werden.
 
Bildung und Innovation seien unser „wichtigster Rohstoff“, in den es auch künftig zu investieren gelte. Dass solche Investitionen überhaupt möglich seien und dass es Deutschland insgesamt heute so gut gehe, sei auch auf die Arbeit der Union zurückzuführen. Der Haushalt sei seit Jahren ohne neue Schulden. Das schaffe Freiräume. Die Arbeitslosigkeit habe sich in den vergangenen zwölf Jahren halbiert, bei der Jugendarbeitslosigkeit habe Deutschland sogar die niedrigste in Europa aufzuweisen. Überall auf der Welt genieße Deutschland und Bundeskanzlerin Angela Merkel Achtung und Anerkennung, führte Altmaier weiter aus.
 
Eigentlich wollte der volksnahe Politiker den rund 200 Gästen noch Rede und Antwort stehen, doch nicht nur der SWR wartete schon vor der Tür auf Peter Altmaier für ein Live-Interview, sondern auch das Flugzeug in Stuttgart-Echterdingen.  Denn noch ist der Wahlkampf nicht zu Ende. Es gibt noch viel zu tun und viele Stimmen zu gewinnen, nicht nur hier in der Region, sondern in der ganzen Republik.
Der Deutlichkeit seiner Abschiedsbotschaft tat dies indes nichts ab. Am Sonntag gehe es nicht um das Experimentieren mit der Stimme, sondern um zwei Kreuze für die CDU. Das sei Voraussetzung für eine starke Union in Berlin und für ein starkes Deutschland auch in den nächsten vier Jahren.
 
Mit viel Applaus und gutem Remstäler Wein wurde der Kanzleramtsminister gebührend im Wahlkreis Waiblingen verabschiedet.

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