Kampf für das 1,5 Grad-Ziel

Erstellt am: 12.10.2018 – Geändert am: 12.10.2018

Copyright: CSU/Büro Bernhard LoRainer Sturm

Nicht nur die Herbstprognose auch der Sonderbericht des Weltklimarates IPCC erschien diese Woche. Zwei Monate vor der nächsten UN-Klimakonferenz warnt er vor den Auswirkungen der Erderwärmung. Ein Anstieg um zwei Grad könnte dramatische Folgen haben. Allerdings, so die Forscher, könnte eine Begrenzung auf 1,5 Grad die Risiken deutlich eindämmen. Um dieses Ziel zu erreichen, bräuchte es aber gewaltige Veränderungen auf allen Feldern von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer, sieht in diesem Sonderbericht auch einen Weckruf, den Klimaschutz endlich europäisch und global zu denken. Denn Deutschland wird das Klima nicht im Alleingang retten können.

Dabei muss allen klar sein: Noch immer ist die Energie am günstigsten und saubersten, die erst gar nicht verbraucht wird. Das bedeutet, dass auch hier Märkte für Energieeffizienz sektorübergreifend bei Gebäuden, Industrie, Verkehr und Energieerzeugung europaweit gehoben werden müssen. Ein verlässlicher, technologieoffener und einheitlicher Rechtsrahmen ist erforderlich. Unterschiedliche Instrumente der Energie- und Klimapolitik sind besser zu verzahnen und zu europäisieren, um Doppelregulierungen zu verhindern.

Zudem gilt es, den Europäischen Emissionshandel (ETS, Emissions Trading System) als zentrales und bewährtes Klimaschutzinstrument weiter zu stärken und auf den Gebäude- und Verkehrssektor auszuweiten. Die Stärkung des ETS sollte mit der Bereinigung des Klimaschutzinstrumentenkastens einhergehen. Darüber hinaus muss beim Ausstieg aus der Kohle Planungssicherheit für Unternehmen gewährleistet werden. Sprich: Das oberste Ziel eines Kohleausstiegs muss sein, die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland zu garantieren. Ein ideologisch begründeter, beschleunigter nationaler Kohleausstieg ist hingegen eine Sackgasse, die die hiesige Wirtschaft in ein Korsett presst und dadurch zu einem bremsenden Faktor für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit werden kann.

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