China-Einstieg bei Daimler ist Chance

Erstellt am: 02.03.2018 – Geändert am: 19.03.2018

Anfang der Woche ist bekannt geworden, dass der chinesische Autohersteller Geely beim Autokonzern Daimler in Stuttgart eingestiegen ist. Der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion Joachim Pfeiffer äußerte sich gegenüber mehreren Zeitungen dazu und erklärte, dass er den Einstieg des chinesischen Großinvestors als einen ganz normalen Vorgang sehe. Die Globalisierung lebe von offenen Märkten. „Grundsätzlich sei nichts gegen das chinesische Engagement zu sagen. Vielmehr kann dies auch eine große Chance für Daimler sein“. Allerdings, sagte Pfeiffer, „ich bin nicht naiv. Solches Engagement muss man sich gut anschauen.“ Gleichzeitig gilt es, darauf zu drängen, dass auch China seine Märkte weiter öffnet und Benachteiligungen für hiesige Firmen auf dem dortigen Markt beseitigt.“ Sollte es Schlupflöcher im Meldewesen geben, müssten die schnell geschlossen werden, so Pfeiffer gegenüber dem Tagesspiegel: „Es darf keinen Gestaltungsspielraum mehr geben, der es erlaubt, sich an Unternehmen ,heranzuschleichen’ und unterhalb des Radars Fakten zu schaffen“. Deshalb sei eine „saubere Aufarbeitung“ notwendig.

Die Bundesregierung möchte nun aufklären, ob der Chinese Li Shufu beim Kauf der Daimler-Anteule eine Gesetzeslücke genutzt hat.

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