Joachim Pfeiffer MdB diskutiert über Klimawandel

Erstellt am: 19.01.2018 – Geändert am: 19.01.2018

Quelle: Christian Kruppa

Der Umgang mit dem Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen der heutigen Zeit und ein entscheidender Baustein für die Gestaltung der Zukunft. Als Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Dr. Joachim Pfeiffer am Puls der Diskussion für die Bekämpfung des Klimawandels. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) stellte am Donnerstag dazu seine neue Klimastudie vor. Für das Projekt „Klimapfade für Deutschland“ wurden die technisch und wirtschaftlich möglichen CO2-Reduktionsziele sehr genau analysiert und Schlussfolgerungen für eine langfristige mögliche Klimaschutzstrategie erarbeitet. Im Rahmen der Studienpräsentation nahm Dr. Pfeiffer an einer Podiumsdiskussion zu den Ergebnissen der Analyse teil. Er mahnte an, die Abwanderung heimischer Industrie, auch Carbon-Leakage genannt, durch zu rigide Klimaschutz-Maßnahmen unbedingt zu vermeiden. Denn Klimaschutz muss mindestens europäisch, besser noch global gedacht werden. Deutschland verursacht nur 2 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Als vermeintlicher Klassenprimus vorzupreschen und nationale Ziele im Alleingang zu erfüllen, hilft dem Weltklima nicht weiter und schaden der heimischen Wirtschaft. Vielmehr muss Deutschland als Vorbild für andere Länder wie China, Indien und die USA fungieren und zeigen, wie Klimaschutz und Wirtschaftswachstum gemeinsam möglich sind. Dafür gilt es den Umbau der Energieversorgung mit mehr Markt, mehr Wettbewerb, und mehr Europa zu gestalten. Die Energiewende muss so schnell wie möglich weg von Subventionen, Verboten und Planwirtschaft. Es braucht Technologieoffenheit bei der Erreichung der Klimaziele. Es ist nicht Aufgabe der Politik, der Wirtschaft heute schon vorzuschreiben, welche Technologien in 20 oder 30 Jahren zur Anwendung kommen sollen. Vielmehr gilt es, die richtigen Rahmenbedingungen für einen fairen und technologieoffenen Wettbewerb zu schaffen. Dies setzt Anreize für Innovationen und ist Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

 

Hintergrund:

Die Studie zeigt, wie die Klimaziele der Bundesregierung (-80% bzw. -95% CO2 in 2050 gegenüber 1990) zu volkswirtschaftlich geringsten Kosten erreicht werden können ohne dass es negative Auswirkungen für die Industrie gibt. Um eine 80%ige Reduktion der deutschen Treibhausgas-Emissionen zu erreichen, müsste der Staat 1,5 Milliarden Euro in weitere Klimaschutzmaßnahmen investieren. Eine Minderung der deutschen Emissionen um 95% ist laut der Autoren der Studie nicht möglich. Dies erfordere allerdings international vergleichbare Anstrengungen.  Zudem seien staatliche Investitionen von 2,3 Milliarden Euro nötig, verbunden mit grenzüberschreitenden und weitreichenden Maßnahmen im Energie-, Verkehr und Landwirtschaftsbereich, die wiederum ausreichenden politischen und gesellschaftlichen Konsens erfordern würden.

Die gesamte Klima-Studie finden Sie über diesen Link: https://bdi.eu/publikation/news/klimapfade-fuer-deutschland/

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