Ja zu Frauenpower, Nein zur Frauenquote

Erstellt am: 29.11.2019 – Geändert am: 29.11.2019

Quelle: Canva

Er wünscht sich mehr Frauen in deutschen Vorständen, hält eine staatlich vorgeschriebene, verbindliche Frauenquote, wie aktuell von den SPD-Ministerinnen Lambrecht und Giffey gefordert, aber für den falschen Weg. Vielmehr müssten sich die Rahmenbedingungen ändern, so Joachim Pfeiffer.

Die SPD-Ministerinnen Lambrecht und Giffey wollen in deutschen Vorständen eine Frauenquote per Gesetz einführen und bereiten derzeit einen Gesetzentwurf vor. Diese Quote soll sich an der im Jahr 2016 eingeführten Geschlechterquote für Aufsichtsräte orientieren.

Joachim Pfeiffer prangert diese Pläne an und begründet seine Meinung damit, dass in der sozialen Marktwirtschaft das Leistungsprinzip gelte, und zwar unabhängig des Geschlechts. „Ein staatlicher Eingriff in die Personalpolitik von Unternehmen wäre demnach ein ordnungspolitischer Sündenfall“.

Hinzukommt, dass sich der Anteil weiblicher Führungskräfte seit Einführung der Frauenquote vor drei Jahren prozentual nicht verändert hat, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit feststellt. Nur 26 Prozent der obersten Führungskräfte in der Privatwirtschaft waren Frauen. Auf der darunter liegenden Führungsebene liegt der Anteil bei 40 Prozent.

Damit das Bild vom männerdominierten Vorstandssaal bald der Vergangenheit angehört, schlägt Joachim Pfeiffer daher vor, die Bedingungen für Frauen zu ändern: „Deutschland hat qualifizierte, top ausgebildete Frauen. Was fehlt sind flexiblere Arbeitszeitmodelle, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine gezielte Frauenförderung innerhalb der Unternehmen sowie die Anerkennung, dass Frauen andere (nicht minderwertigere) Qualitäten in einen Beruf einbringen als Männer. Es sollte daher das ureigene Interesse eines jeden Unternehmens sein, mehr Frauen in die Chefetagen zu bringen.“

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