Im Zentrum des Konflikts

Erstellt am: 17.08.2017 – Geändert am: 28.08.2017

Joachim Pfeiffer im Südsudan und in Uganda

Fast eine Million Flüchtlinge aus dem Südsudan sind inzwischen über die Grenze nach Uganda gekommen. Bürgerkrieg und Hungersnöte haben das Land zum Ausgangspunkt der größten afrikanischen Flüchtlingskrise gemacht. Mit 90 Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung den Südsudan mit humanitärer Hilfe. Doch die Hilfe der Weltgemeinschaft muss auch ankommen. Um sich ein Bild von der Lage der Flüchtlinge zu machen, reiste Joachim Pfeiffer mit Bundesaußenminister Gabriel und einer Delegation, an der auch der BAP-Sänger Wolfang Niedecken teilnahm, in ein Flüchtlingslager in Uganda an der Grenze zwischen den beiden ostafrikanischen Ländern. Anschließende Gespräche mit dem Präsidenten Musevini und Vertretern der Zivilgesellschaft verschafften der deutschen Delegation einen tieferen Einblick in die dortige Situation.

 

Im Brennpunkt der Flüchtlingskrise in Afrika

Am nächsten Tag ging es weiter in den Südsudan, um dort, am Ursprung der Krise, mit dem Präsidenten Maydarit, deutschen Soldaten und Menschenrechtsvertretern über die Lage zu sprechen. Ziel ist es, die Not der Menschen im Südsudan zu lindern, das Land zu stabilisieren und den Weg freizumachen für humanitäre Hilfslieferungen. Bisher blockieren Bürokratie und Korruption die dringend benötigte Hilfe. Über 50 Prozent der Bevölkerung im Südsudan sind unter 18 Jahre alt, 51 Prozent leben in Armut. Gleichzeitig liegt die Analphabetenquote bei 75 Prozent, in einigen ländlichen Regionen sogar bei 85 Prozent.

Seit 2013 hat Uganda bereits über eine Million Flüchtlinge aus dem nördlichen Nachbarland aufgenommen. In diesem Jahr hat Deutschland über 60 Millionen Euro Hilfe an Uganda gezahlt.

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