ILA 2018: Innovationsschmiede Luftfahrt

Erstellt am: 27.04.2018 – Geändert am: 30.04.2018

Die Luftfahrt boomt: Im vergangenen Jahr sind insgesamt 4,1 Milliarden Menschen in zivilen Flugzeugen gereist - so viele wie nie zuvor. Entsprechend groß ist das Interesse an der ILA, der Internationalen Luftfahrtausstellung, die in dieser Woche bei Berlin stattfindet. Insgesamt werden mehr als 150.000 Besucher erwartet.

 

Innovationen durch Luftfahrt

 

Nach der Eröffnung am Mittwoch durch Bundeskanzlerin Angela Merkel besichtigte auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier das 250.000 Quadratmeter große Areal. „Die Luft- und Raumfahrtbranche ist eine Innovationsschmiede für den High- Tech-Standort Deutschland“, erklärte Altmaier. Mehr Innovation für Europa hat sich auch die Innovationsagentur Jedi auf die Fahnen geschrieben. Jedi steht für „Joint European Disruptive Initative“ und soll die europäische Antwort auf die US-Behörde Darpa werden, durch die das Internet und GPS aus der Taufe gehoben werden konnten. Der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer unterstützt dieses Vorhaben: „Auch wenn es eigentlich genug europäische Initiativen gibt: Wir brauchen ein neues Instrument, das Innovationen beschleunigt. Da müssen wir mehr PS auf die Piste bringen.“ 

Noch bis Sonntag zeigen rund 1100 Aussteller aus 41 Ländern ihre neuesten technischen Entwicklungen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beispielsweise führt seine mit Bundesmitteln geförderte Rammsonde vor, die auf der nächsten Mars-Mission bis zu fünf Meter tief in den roten Sand getrieben werden soll, um dadurch geologische Daten des Planeten zu gewinnen.

 

Militärische Luftfahrt ebenfalls wichtig

Neben der zivilen ist vor allem die militärische Luftfahrt stark vertreten. Die deutsche Luftwaffe ist der größte Aussteller in diesem Jahr. Das hat seine Gründe: Die Bundeswehr möchte unter anderem Hubschrauber und Kampfflugzeuge wie den Tornado und Eurofighter durch neuere Modelle ersetzen. Dabei spielt Europa eine wichtige Rolle. Frankreich ist dieses Jahr das Gastland und könnte gemeinsame mit Deutschland einen neuen Kampfjet entwickeln. CDU-Wirtschaftspolitiker Joachim Pfeiffer forderte unlängst in einem Videostatement eine gemeinsame europäische Sicherheits- und Verteidigungsindustrie um „gemeinsam zu entwickeln, zu produzieren und gemeinsame Exportrichtlinien festzulegen“. Airbus und Dassault Aviation schlossen dafür bereits am Mittwoch am Rande der Messe ein Grundsatzabkommen, um ab 2040 gemeinsam den Eurofighter der Zukunft produzieren zu können.

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