49. Weltwirtschaftsforum Davos - Merkel fordert Reform der internationalen Architektur

Erstellt am: 25.01.2019 – Geändert am: 25.01.2019

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Unter dem Motto „Globalisierung 4.0: Eine globale Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution“ kommen rund 3000 Spitzenpolitiker, Topmanager, NGO-Vertreter  und Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammen, um über die drängendsten Probleme unsere Zeit zu diskutieren. Allen Unkenrufen zum Trotz - auch wenn das Weltwirtschaftsforum nicht alle Probleme der Welt lösen kann und sicherlich zahlreiche Defizite besitzt, ist es noch immer einer der wenigen globalen Schauplätze für neue Impulse und wichtige Debatten. Gerade in einer Zeit des wachsenden Nationalismus und Protektionismus sollten wir für solche Austauschplattformen dankbar sein.

Seit Dienstag dieser Woche findet im schweizerischen Davos zum 49. Mal das Weltwirtschaftsforum statt. Unter dem Motto „Globalisierung 4.0: Eine globale Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution“ kommen rund 3000 Spitzenpolitiker, Topmanager, NGO-Vertreter  und Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammen. In mehr als 350 Veranstaltungen wird dort über die drängendsten Probleme unsere Zeit diskutiert: Vom Klimawandel, über einen zunehmenden Populismus in der Welt, der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China, das Brexit-Chaos, bis hin zu Gesprächen über Russlands aggressive Außenpolitik und wie den wachsenden Technologieängsten der Bevölkerung begegnet werden kann.

Das Weltwirtschaftsforum hatte bereits in einem vorab veröffentlichten "Global Risk Report" vor den Problemen der "außer Kontrollen geratenen Welt" gewarnt. Diese Weltlage macht es sicher nicht leichter, Lösungen zu finden. Im Gegenteil: Die Welt ist verwundbarer geworden, die Machzentren haben sich verändert. Darin sind sich die Gäste in Davos  einig.

In ihrer Rede am Mittwoch forderte Bundeskanzlerin Merkel daher eine Reform internationaler Organisationen. Reagiere ein bestehendes System zu langsam auf neue Kräfteverhältnisse in der Welt, sei die Folge, dass sich andere Institutionen bildeten. Dies würde am Beispiel der asiatischen Investitionsbank deutlich, die sich als Gegenpol zur Weltbank gebildet hatte.

Manche Probleme, wie Sicherheits- und Handelsfragen oder der Klimaschutz liesen sich nur gemeinsam bewältigen. Multilateralismus sei in der globalen Architektur der Schlüssel.

Allen Unkenrufen zum Trotz - auch wenn das Weltwirtschaftsforum nicht alle Probleme der Welt lösen kann und sicherlich zahlreiche Defizite besitzt, ist es noch immer einer der wenigen globalen Schauplätze für neue Impulse und wichtige Debatten. Gerade in einer Zeit des wachsenden Nationalismus und Protektionismus sollten wir für solche Austauschplattformen dankbar sein.

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