Historischer Schritt für mehr Sicherheit

Erstellt am: 07.04.2017 – Geändert am: 11.09.2017

Neue Bundeswehr-Streitkraft "Cyber- und Informationsraum" eingesetzt

Am heutigen Mittwoch nimmt das neue Bundeswehr-Kommando "Cyber- und Informationsraum" (CIR) offiziell seinen Dienst auf. Damit werden die Streitkräfte Heer, Marine und Luftwaffe um eine neu geschaffene Streitkraft in der Bundeswehr ergänzt. Dazu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung:

„In den ersten neun Wochen dieses Jahres hat es nach Angaben des neuen Kommandeurs bereits 284.000 Angriffe auf Rechner der Bundeswehr gegeben. Hiermit zeigt sich: Die Frage der Sicherheit wird künftig nicht nur an realen Grenzen ausgetragen, sondern wird mit digitalen Mitteln in die Mitte unserer Gesellschaft getragen. Die CDU/CSU-geführte Bundesregierung geht mit der Einrichtung des Cyber- und Informationsraumes einen historischen Schritt nach vorn, um die Menschen in Deutschland zu schützen.

Es muss damit gerechnet werden, dass sich digitale Angriffe gegen die öffentliche Infrastruktur richten, z.B. gegen Krankenhäuser oder den öffentlichen Nahverkehr. Medien und soziale Netzwerke werden bereits jetzt von Wellen sogenannter Fake-News überrollt. Deutschland und seine Partner müssen sich gegen derartige Angriffe in der Zukunft wappnen.“

Hintergrund: Am 5. April wird das Bundesministerium der Verteidigung den Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum(CIR) und das zugehörige Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR) in den Dienst stellen. Die Einheit soll zunächst mit 260 Männern und Frauen starten. Bis 1. Juli wird die Kommandostelle durch die Unterstellung weiterer Dienststellen und Verbände auf 13.500 Dienstposten anwachsen. Bis 2021 soll das Kommando auf 14.500 Posten aufwachsen.

 

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