Handlungskonzept Stahl kommt zur rechten Zeit

Erstellt am: 15.07.2020 – Geändert am: 16.07.2020

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Das Bundeskabinett hat am 15. Juli 2020 das "Handlungskonzept Stahl - Für eine starke Stahlindustrie in Deutschland und Europa" verabschiedet. Mit diesem legt die Bundesregierung ein politisches Gesamtkonzept für eine langfristig starke, international wettbewerbsfähige und klimaneutrale Stahlindustrie am Standort Deutschland vor. Dazu erklärt der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer:

„Das Handlungskonzept kommt zur rechten Zeit. Die Stahlindustrie ist von zentraler Bedeutung für den deutschen Wirtschaftsstandort: 85.000 Arbeitsplätze, 39 Milliarden Euro direkter Umsatz. Ohne Stahl gäbe es keine Energiewende, keine Windräder, keinen ICE, und auch keine Digitalisierung.

Als innovative Grundstoffindustrie mit ihren Wertschöpfungsketten ist die Stahlindustrie ein Garant für Wohlstand und Wachstum. Protektionismus, ungleicher Wettbewerb und zu hohe Energiepreise setzen die Industrie jedoch immens unter Druck. Deutschland muss sich jetzt den Realitäten auf den Weltmärkten stellen. Das Handlungskonzept Stahl ist dafür der erste richtige Schritt. Um den Industriestandort Deutschland auf Dauer zu sichern, muss die Wirtschaft mit ihren Wertschöpfungsketten in Deutschland und Europa bleiben. Dafür gilt es nun zeitnah aus dem Handlungskonzept die richtigen Maßnahmen umzusetzen. 

Wasserstoff kann als vielfältig einsetzbarer Energieträger auch in der Stahlindustrie eine Schlüsselrolle einnehmen. Dafür sind industrieseitige Investitionen notwendig. Gleichzeitig gilt es, neben Forschung insbesondere bereits jetzt konkrete Projekte zu fördern und umzusetzen. Nur so wird der nächste Lebenszyklus in der Stahlindustrie nachhaltiger.

Außerdem ist die Einführung eines europäischen Industriestrompreises zu forcieren. Dieser würde die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie wie Stahl in Europa stärken und Planungssicherheit schaffen. Eines ist klar: Es braucht effektive Carbon-Leakage-Schutzinstrumente. Emissionsreduktion durch Abwanderung der hiesigen Wirtschaft hilft dem globalen Klima nicht. Es schadet nur dem deutschen und europäischen Standort.“

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