Griechenlandhilfen: Einigung steht

Erstellt am: 24.06.2017 – Geändert am: 11.09.2017

Nach sieben Jahren Dauerkrise hofft Griechenland, demnächst wieder auf eigenen Füßen stehen zu können. Aber noch ist es auf frische Hilfsgelder aus dem 2015 geschnürten 86 Milliarden Euro schweren Rettungspaket angewiesen. Die Finanzminister der Mitgliedsländer der Europäischen Union vereinbart, der Regierung in Athen zusätzlich 8,5 Milliarden Euro auszuzahlen, wovon der größte Teil zur Bedienung von Altschulden genutzt werden soll. Jetzt muss noch der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages der Auszahlung zustimmen. Die Finanzhilfe soll dabei helfen, dass Griechenland in Zukunft wieder aus eigener Kraft steht. Seit 2010 haben die Europäische Union, der Internationale Währungsfonds (IWF) und private Geldgeber rund 300 Milliarden Euro locker gemacht, um die Griechen vor der Staatspleite zu retten. Das Land hatte seine Reformzusagen eingehalten, und damit die Voraussetzung für weitere Zahlungen und die planmäßige Fortsetzung des dritten Hilfsprogramms erfüllt. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstreicht, dass das Schaffen von mehr Wachstum und Beschäftigung weiterhin klar im Vordergrund stehen muss und es derzeit nicht um Schuldenerleichterungen gehen könne. Statt über Schuldenerleichterungen zu sprechen, muss Griechenland weiterhin seine Hausaufgaben machen, Reformen umsetzen und so die Wirtschaft beleben. Erst nach Auslaufen des Programms im Jahr 2018 kann über einen neuen Fahrplan entschieden werden. Es ist erfreulich, dass der IWF weiterhin an Bord bleibt.

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