Geschafft! Griechenlands finanzielle Selbstständigkeit

Erstellt am: 29.06.2018 – Geändert am: 29.06.2018

Nach Spanien, Zypern, Irland und Portugal schafft nun auch Griechenland den Sprung in die finanzielle Selbstständigkeit. Nach acht Jahren kann Athen endlich wieder auf eigenen Beinen stehen und planmäßig das Hilfsprogramm der Eurogruppe und den Rettungsschirm ESM im August verlassen. Angesichts der anfänglich gewaltigen Probleme ist dies eine echte Erfolgsgeschichte, die zeigt: Das Prinzip „finanzielle Hilfe als Gegenleistung für Reformen" zahlt sich aus. Mit der letzten Kredittranche von 15 Milliarden Euro, der heute fast alle Unionsabgeordnete im Deutschen Bundestag zugestimmt haben, sichern wir nun - wie im Juni 2017 grundsätzlich vereinbart - die Liquidität Griechenlands und unterstützen dadurch final seine Rückkehr an die internationalen Kapitalmärkte.

Dank vorteilhafter Kreditbedingungen (niedriger Zins, lange Laufzeiten) spart Athen jedes Jahr rund 10 Mrd. Euro in seinem Haushalt. Das sind über fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Angesichts des Haushaltsüberschusses, der umfänglichen Reformen und der dadurch wiedergewonnenen Wettbewerbsfähigkeit bedarf es eines Schuldenschnitts daher nicht. Griechenland darf sich aber nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Es muss seine Hausaufgaben weiter machen und langfristig auf Reformkurs bleiben.

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