Freihandelsabkommen zwischen EU und Japan tritt in Kraft

Erstellt am: 01.02.2019 – Geändert am: 01.02.2019

Von heute an bilden die EU und Japan mit über 600 Millionen Menschen die größte Freihandelszone der Welt. Durch das Inkrafttreten des sogenannten JEFTA-Abkommens, welches im vergangenen Jahr geschlossen wurde, werden für zahlreiche Produkte die Zölle und weitere Handelshemmnisse abgeschafft. Damit soll das Wirtschaftswachstum in beiden Ländern angekurbelt werden. Für die europäischen Konsumenten heißt das günstigere Waren und mehr Auswahl. Beispielsweise können europäische Nahrungsmittelproduzenten künftig verarbeitetes Schweinefleisch, bestimmte Käsesorten und Wein zollfrei nach Japan einführen. Und Unternehmen können ab sofort ihre Produkte ohne zusätzliche Prüfungen, Zertifizierungen oder Kennzeichnungen in Japan verkaufen. Die EU rechnet damit, dass die Exporte um 180 Prozent steigen könnten. Dies würde einem zusätzlichen Umsatz in Höhe von zehn Mrd. Euro entsprechen.

Nach den USA und China bildet Japan die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Gemeinsam stehen die EU und Japan für knapp ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Für den wirtschafts- und energiepolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer, ist das Freihandelsabkommen ein großer Sprung nach vorne. „Mit JEFTA kann mehr als nur das Wirtschaftspotential beider Länder gehoben werden. In Zeiten des steigenden Protektionismus und Populismus ist das Freihandelsabkommen ein starkes Signal für freien Handel und Multilateralismus in der Welt“, sagt er. „Zudem ist es ein Bekenntnis zu hohen Standards und zu unseren gemeinsamen Werten“, so Pfeiffer weiter. Jetzt gelte es, zügig weitere Freihandelsabkommen abzuschließen, u.a. mit Singapur.

 

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