Freihandelsabkommen zwischen EU und Japan beschlossen

Erstellt am: 14.12.2018 – Geändert am: 14.12.2018

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Am Mittwoch hat das Europaparlament in Straßburg das EU-Japan-Wirtschafts- und Handelsabkommen und damit die größte Freihandelszone der Welt beschlossen. Anfang Februar 2019 entfallen dadurch die Zölle auf mehr als 90 Prozent der EU-Exporte nach Japan. Auch können dann beispielsweise japanische Autos zollfrei in die EU eingeführt werden. Ab Anfang Februar 2019 entfallen dadurch die EU-Zölle für japanische Autos von aktuell zehn Prozent und für die meisten Autoteile von drei Prozent. Für Japan fallen beispielsweise Abgaben auf Käse aus der EU von derzeit rund 30 Prozent weg, ebenso für Weine. Hinzu kommt eine Öffnung der Märkte für Dienstleistungen, vor allem für Verkehr, Telekommunikation, Finanzdienstleistungen und elektronischer Handel.

Durch das Abkommen entfallen künftig die EU-Zölle für japanische Autos von derzeit zehn Prozent und für die meisten Autoteile von drei Prozent. Umgekehrt entfallen beispielsweise japanische Abgaben auf Käse aus der EU von bislang gut 30 Prozent, ebenso die für Weine von rund 15 Prozent. Außerdem sollen europäische Unternehmen einen besseren Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen in Japan bekommen. Die Märkte für Dienstleistungen werden zudem geöffnet, insbesondere für Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, elektronischer Handel und Verkehr.

„Das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan ist ein wichtiges Signal für Freihandel und gegen den zunehmenden Protektionismus und Nationalismus in der Welt. Unternehmen, Landwirte und Dienstleister werden davon profitieren. Europäische Unternehmen sollen zum Beispiel einen besseren Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen in Japan bekommen“, sagt der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer.

Das japanische Parlament hatte der Vereinbarung bereits am Samstag zugestimmt. Zusammen stehen die EU und Japan für etwa ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung und repräsentieren rund 600 Millionen Menschen.

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