Freihandel first – Suche nach Gleichgesinnten

Erstellt am: 15.06.2018 – Geändert am: 15.06.2018

„Es ist traurig, dass die Nation, die den Multilateralismus erfunden hat, ihn nun mit Füßen tritt“, so Joachim Pfeiffer. Jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, sei aber die falsche Reaktion auf die Aufkündigung der G7-Abschlusserklärung durch die USA und des steigenden Protektionismus in der Welt. Stattdessen fordert Pfeiffer, neue Handelspartner zu suchen und mit ihnen eine „Koalition der Willigen“ zu bilden, allerdings ohne dabei die USA links liegen zu lassen. So gilt es die Freihandelsabkommen mit Japan, Neuseeland und Australien schleunigst zum Abschluss zu bringen und, mit Blick auf Kanada, das Abkommen CETA schnellstmöglich zu ratifizieren. Auch rechnet der Waiblinger Bundestagsabgeordnete noch in diesem Monat mit einem Ergebnis der Handelsgespräche mit der südamerikanischen Mercosur-Gruppe.

Die Zeiten, in denen blindes Vertrauen auf andere ausreichend und freier Handel zwischen den Industrienationen selbstverständlich waren, seien vorbei. Deutschland und Europa müssten ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, nicht nur beim Thema Handel, sondern auch bei der Sicherheit. Auch wenn es in Deutschland eine unpopuläre Meinung sei, müssten die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes, wie 2014 in der Nato zugesichert, erhöht werden. In der jetzigen Situation gelte die Parole „Freihandel first“ mehr denn je, unterstreicht Pfeiffer sein Plädoyer für offene Märkte.

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