Fachkräftemangel ist größtes Wachstumshemmnis

Erstellt am: 30.08.2017 – Geändert am: 14.09.2017

Berlin, 30.08.2017

 

Fachkräftemangel ist größtes Wachstumshemmnis

Unser Land braucht geeignete und qualifizierte Fachkräfte in großer Zahl.

 

Am heutigen Mittwoch beriet das Bundeskabinett den Fortschrittsbericht des Fachkräftekonzepts der Bundesregierung. Hierzu erklärt der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer:

„Der aktuelle Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept der Bundes-regierung schätzt, dass im Jahre 2040 in Deutschland 3,3 Millionen Fachkräfte fehlen könnten. Es gilt, umgehend zu handeln. In der kommenden Legislaturperiode wird die Union ihre Anstrengungen in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Weiterbildung daher weiter verstärken.

Das größte Hemmnis für Wachstum und Expansion der Unternehmen ist heute die mangelnde Zahl an Fachkräften und zu wenige qualifizierte Mitarbeiter. In den vergangenen 10-12 Jahren hat die unionsgeführte Bundesregierung gemeinsam mit Unternehmern und Arbeit-nehmern viel erreicht. So haben wir viele Ältere, viele Frauen und auch viele Migranten in Lohn und Brot gebracht und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert. Nur deshalb sind heute mehr als 44 Millionen Menschen in Lohn und Brot, soviel wie noch nie in der Geschichte Deutschlands.

 

Nach wie vor brauchen wir in Deutschland neue Fachkräfte. Da wir uns diese nicht gießen lassen können, müssen wir diejenigen aktivieren, die wir zur Verfügung haben. Und es gibt auch heute noch in Deutsch-land 1 bis 1,5 Millionen Menschen, deren Potenzial volkswirtschaftlich nicht genutzt wird. Menschen, die aus verschiedensten Gründen, von Sprache über Gesundheit bis zur Qualifikation, noch nicht in den Arbeitsmarkt integriert sind. Deshalb gilt es, hier neue Wege zu gehen, Geld allein reicht nicht. Ich wünsche mir, dass jeder Unternehmer in den nächsten vier Jahren einen dieser Menschen an die Hand nimmt und aktiviert.

Die Aufgabe der Politik ist es, zu flankieren und die notwenigen finanziellen und sonstigen Ressourcen zur Verfügung stellen. Das ist eine Chance, hieraus eine Win-win-Situation für alle Beteiligten zu machen. Für Unternehmer, für die betroffenen Menschen, und für unsere ganze Gesellschaft. Wir als CDU/CSU bekennen uns zur dualen Ausbildung in Betrieb und Schule und wollen sie weiter stärken. Wir werden den Meisterbrief erhalten und die Einführung oder Wieder-einführung für weitere Berufsbilder prüfen. Es gilt, Anreize für eine höhere berufliche Bildung in stärkerem Maße zu schaffen. Beispiels-weise soll ein „Meisterbonus“ ermöglichen, dass bei bestandener Meisterprüfung angefallene Gebühren ganz oder teilweise erstattet werden.

Wir werden mehr Frauen ermöglichen, sozialversicherungspflichtig zu arbeiten und junge Menschen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren oh-ne Abschluss nachqualifizieren, um ihnen das dauerhafte Erarbeiten des eigenen Lebensunterhalts zu ermöglichen. Zudem werden wir finanzielle Mittel bereitstellen, damit jungen Menschen, deren Eltern von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, in ganz Deutschland der Weg in Ausbildung und Arbeit geebnet wird.

Wir werden eine „Nationale Weiterbildungsstrategie“ gemeinsam mit Arbeitgebern, Gewerkschaften und den zuständigen Stellen erarbeiten. Denn lebenslanges Lernen, Bildung und Qualifizierung sind für alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche von zentraler Bedeutung.

So schöpfen wir das Arbeitskräftepotenzial in unserem Land besser aus, schaffen neues Wachstum und verringern die Arbeitslosigkeit weiter. Kein Arbeitsplatz darf unbesetzt bleiben, weil es an Fachkräften fehlt.“

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