EU und Japan einigen sich auf Freihandelsabkommen

Erstellt am: 22.12.2017 – Geändert am: 22.12.2017

Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die Europäische Union (EU) und Japan Anfang dieses Monats auf den Abschluss eines der weltweit größten Handelsabkommen geeinigt. Mit dem Freihandelsabkommen Jefta sollen schrittweise fast alle Zölle zwischen beiden Ländern abgeschafft werden, die sich bisher noch auf eine Milliarde Euro pro Jahr anhäufen. Dadurch wird nicht nur die Einfuhr ins Land günstiger; auch die Preise für Verbraucher sollen fallen und die Produktauswahl steigen. Durch den zu erwartenden höheren Warenverkehr zwischen den beiden Partnern ergeben sich zudem neue Wachstumsimpulse für beide Volkswirtschaften. Jefta bringt demnach Vorteile sowohl für den Otto Normalverbraucher als auch für deutsche Unternehmen. Zudem sendet die neue Freihandelszone ein klares Signal gegen protektionistische Tendenzen und für offene Märkte und freien Handel.

Die EU und Japan stehen zusammen für rund ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung. Japan ist zudem einer der wichtigsten Handelspartner für Deutschland in Asien und insgesamt auf Platz 17 der Länder mit den meisten deutschen Importen. Bereits jetzt exportieren deutsche Firmen Waren im Wert von 18,3 Milliarden Euro nach Japan, gleichzeitig importiert Deutschland 21,9 Milliarden Euro an Waren aus Nippon, hauptsächlich Elektrotechnik und Maschinen.

Das Freihandelsabkommen zwischen den beiden Ländern wird ähnlich hohe Standards für Schutzstandards für Verbraucher beinhalten wie das Abkommen mit Kanada CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement), das Ende 2016 beschlossen wurde und als eines der modernsten Handelsabkommen der Welt gilt.

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