Energiewende mit Superkabel? Ein Podium mit #Jopf

Erstellt am: 19.04.2018 – Geändert am: 19.04.2018

Quelle: ivSupra

Um über die Potenziale des Supraleiters für mehr Energieeffizienz in der Energiewende zu sprechen, war Joachim Pfeiffer in seiner Funktion als wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ende März auf einem Podium in Berlin. Supraleiter sind Stromkabel, die mehr Strom als herkömmliche Kabel transportieren können und keine negativen Begleiterscheinungen wie Wärmeentwicklung oder Magnetwellen haben. Pfeiffer lobte das steigende Interesse bei Industrie und Wirtschaft an der neuen Technologie. Der Grund hierfür liegt in den sinkenden Anwenderpreisen. Um weiter Hemmnisse abzubauen, sei die Fortsetzung der Forschungsförderung richtig und wichtig, betonte der CDU-Politiker. Langfristig biete die Technologie dann auch industrielle Anwendungsperspektiven.

 

Hintergrund:

Das Prinzip Supraleiter: Bei sehr niedriger Temperatur verlieren einige Materialien ihren Stromwiderstand, bei der sogenannten Sprungtemperatur. Der deutsche Physiker Bednorz entdeckten diese Eigenschaft 1986 in keramischen Materialien. Diese haben eine höhere Sprungtemperatur und sind deshalb günstiger als zum Beispiel Silber. Auch muss weniger stark gekühlt werden, wozu günstiger flüssiger Stickstoff (-196 °C) ausreicht. Für seine Forschung erhielt Dr. Bednorz den Nobelpreis in Physik 1987. Durch die abnehmenden Kosten bei Material und Kühlung wird der Supraleiter in jüngster Zeit immer attraktiver für eine industrielle Nutzung. Bisher kam er nur in speziellen Laboren, wie dem CERN in der Schweiz, zum Einsatz.

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