Energiewende hält Einzug in die Städte

Erstellt am: 30.06.2017 – Geändert am: 11.09.2017

Mieter sollen in Zukunft stärker vom Umbau der Energiewende profitieren. Darauf haben sich die Koalitionsfraktionen im Rahmen des Mieterstromgesetzes geeinigt. Vermieter erhalten nun einen Zuschuss, wenn sie Photovoltaikstrom ohne Nutzung des Netzes direkt an den Mieter liefern. Der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer erläutert: „Es ist richtig und wichtig, die Mieter stärker an der Energiewende teilhaben zu lassen. Wir begrüßen deshalb die nun erzielte Einigung zur Förderung von Mieterstrom. Dabei hat die Union durchgesetzt, dass der Gesamtausbau bei jährlich 500 Megawatt gedeckelt wird. Denn es gilt, die Kosten im Blick zu halten. Oberstes Ziel muss der Einstieg in den Ausstieg aus der EEG-Förderung sein. Statt der bisherigen Subventionierung muss der Ausbau der erneuerbaren Energien künftig stärker markt- und wettbewerbsorientiert vorangetrieben werden. Hierfür sind die 2016 eingeführten Ausschreibungen ein erster wichtiger Schritt.“
Hintergrund:
Bereits 2016 haben sich die Koalitionsparteien im Rahmen der Beratungen zur EEG-Novelle darauf geeinigt, die sogenannten Mieterstrommodelle stärker zu fördern, um auch Mieter an der EEG-Förderung zu beteiligen. Nach geltender Rechtslage bietet Mieterstrom bereits heute aufgrund seiner Befreiung von Netzentgelten und anderen Umlagen einen Preisvorteil gegenüber dem Fremdbezug von Strom. Allerdings reicht dieser nicht aus, um die sogenannten Mieterstrommodelle attraktiv zu machen. Das soll mit dem nun vorliegenden Gesetzesentwurf geändert werden, der vorsieht, dass die Höhe der Vergütung je nach Anlagengröße  zwischen 2,2 und 3,8 Cent pro Kilowattstunde liegt.

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