Energieeffizienz im Gebäudebereich – „Es braucht politischen Gestaltungswillen“

Erstellt am: 03.04.2019 – Geändert am: 03.04.2019

Copyrigth: Büro Dr. Pfeiffer MdB

Im aktuellen Newsletter FlüssiggasKOMPAKT beantwortet Joachim Pfeiffer 3 Fragen zum Thema Energieeffizienz im Gebäudebereich. Lesen Sie die Antworten hier:

Welche Ansprüche muss das Gebäudeenergiegesetz aus Ihrer Sicht erfüllen?

„Beim Thema Energieeffizienz im Gebäudebereich werden häufig Ziele, Maßnahme, Ursachen und Wirkungen vertauscht. Staat Aktionismus gilt es den richtigen Rahmen und ein investitionsfreundliches Umfeld zu schaffen. Wir müssen den Zielkonflikt zwischen der Sicherung bezahlbaren Wohnens und den Klimazielen im Gebäudesektor auflösen. Das GEG muss außerdem seinem Ziel nachkommen, geltendes Recht zusammenzufassen, zu straffen und zu vereinfachen.“

Was bedeutet das für Bürger und Wirtschaft?

„Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit müssen mit den gestrigen Belastungen für Bürger und Wirtschaft erreicht werden. Die Entscheidung, welche Technologien für das jeweilige Gebäude am effizientesten und gleichzeitig wirtschaftlich sind, sollte vom Eigentümer und Veranlasser der Maßnahmen getroffen werden. Zwangsvorhaben und -sanierungen sowie eine Verschärfung der Mindesteffizienzstandards lehne ich strikt ab.“

Womit könnte man Ihrer Ansicht nach Impulse für mehr Energieeffizienz im Bestand setzen?

„Die Sanierung von Bestandsgebäuden bleibt seit Jahren hinter den politischen Zielsetzungen zurück. Es braucht jetzt politischen Gestaltungswillen, um Energieeffizient auf die Überholspur zu setzen. Ein wichtiges Instrument dabei ist die steuerliche Förderung zur energetischen Gebäudesanierung. Hier gilt es, ein technologieoffenes, zielgruppengerechtes, kostenneutrales und unbürokratisches Konzept zu schaffen, das zur Vereinfachung und Konsolidierung der Förderlandschaft beiträgt.“

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