Dieselgipfel: „Erfolg muss messbar sein“

Erstellt am: 04.08.2017 – Geändert am: 09.08.2017

Auf dem „Nationalen Forum Diesel“ haben sich Bund, Länder und Autoindustrie an diesem Mittwoch auf konkrete Maßnahmen zur Reduktion von Schadstoffen bei Dieselfahrzeugen geeinigt: Der Schadstoffausstoß von 5,3 Millionen Dieselwagen der Klassen Euro 5 und 6 soll mit einem Software-Update verringert werden. Zudem soll es verschärfte Abgaskontrollen, Umstiegsprämien der Hersteller sowie einen gemeinsamen Fonds „Nachhaltige Mobilität in der Stadt“ mit insgesamt 500 Millionen Euro zur Unterstützung von Kommunen geben. „Nun stehen die Automobilhersteller in der Verantwortung, die beschlossenen Maßnahmen zügig umzusetzen und Vorreiter beim Bau emissionsarmer Autos zu werden“, so Joachim Pfeiffer und weiter: „Um Fahrverbote zu vermeiden, muss der Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes messbar sein“.

Die Ergebnisse des sogenannten Dieselgipfels sind ein großer Schritt in die richtige Richtung. Denn zentral für den Industriestandort Deutschland ist eine bezahlbare und CO2-arme Mobilität. Um die Klimaschutz-Ziele zu erreichen, wird Diesel mittelfristig daher unverzichtbar bleiben. Deutschland und insbesondere das Autoland Baden-Württemberg sind Weltmarktführer in der Dieseltechnologie. Die Potenziale des Verbrennungsmotors bei Effizienz und der Reduktion von Treibhausgasen sind noch lange nicht ausgeschöpft. „Forderungen, hauptsächlich aus linksgrüner Richtung und ihrer fünften Kolonne der sogenannten Deutschen Umwelthilfe nach einer umfassenden Hardware-Nachrüstung lehne ich ab. Dies ist weder klimatologisch sinnvoll und selbst wenn es technisch machbar wäre viel zu langwierig und zu teuer. Das trifft insbesondere auf alte Euro-5-Diesel zu, die seit 2011 verkauft werden, insbesondere, wenn die Umrüstung zwei Jahre dauert. Es ist daher besser, gleich auf neue, noch effizientere Diesel- oder Hybridtechnologien sowie auf E-Mobilität zu setzen und somit in die Zukunft statt in die Vergangenheit zu investieren.

Was derzeit vollführt wird, ist ein durchsichtiges grünes Wahlkampfgetöse und eine Gefährdung des Standortes Deutschland. Übrigens: Auch der grüne Ministerpräsident Kretschmann hat die Gipfelerklärung unterschrieben.“, sagt der CDU-Wirtschaftsexperte, Joachim Pfeiffer. Zudem, wer behauptet, die deutsche Automobilwirtschaft würde beim abgasfreien Auto hinterherfahren und ein Dieselverbot sollte mangelnde Innovationsbemühungen ankurbeln, irrt. Tatsächlich stammten in den Jahren 2010 bis 2015 mehr als ein Drittel aller weltweiten Patente im Bereich E-Mobilität aus Deutschland – das macht unser Land zum Spitzenreiter bei dieser Technologie. Klar ist: die Automobilindustrie hat für Deutschland eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung. Laut einer aktuellen IfO-Studie hängen rund 600.000 Jobs am Verbrennungsmotor. Gerade für kleine, mittelständische Unternehmen wären die Einbußen eines Dieselverbots immens. 

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