Die Renaissance des Dieselmotors

Erstellt am: 27.04.2018 – Geändert am: 30.04.2018

In dieser Woche hat Bosch-Chef Volkmar Denner verkündet, dass sein Unternehmen den Stickoxidausstoß von Dieselmotoren drastisch reduzieren könne. Für den Dieselmotor könnte das eine Renaissance bedeuten. Den Durchbruch ermöglicht hat eine verbesserte Technologie zur Abgasreinigung, die aus besserer Einspritz-Technik, Temperaturmanagement im Motor, Luftsystem und künstlicher Intelligenz besteht. Testfahrzeuge konnten anscheinend erheblich unter dem ab 2020 geltenden Grenzwert von 120 Milligramm Stickoxid pro Kilometer blieben.

 

Potenziale beim Dieselmotor noch lange nicht ausgeschöpft

Joachim Pfeiffer zeigte sich über diese Nachricht sehr erfreut: „Sollte die deutsche Industrie das Stickoxid-Problem tatsächlich lösen können, wäre dies absolut revolutionär. Da der Vorschlag aus dem Hause Bosch stammt, bin ich hoffnungsfroh und optimistisch, dass dies gelingen wird. In jedem Fall zeigt der jüngst veröffentlichte Vorschlag, dass die Potenziale des Dieselmotors bei Effizienz und Reduktion von Treibhausgasen noch lange nicht ausgeschöpft sind. Im Wettbewerb um den sauberen Antrieb der Zukunft führen weder ein starrer Blick auf nur eine Technologie noch ideologisch motivierte Enteignungen in Form von Fahrverboten, zum Ziel. Die künftige Mobilität braucht vielmehr einen breiten Antriebs-Mix, keine linksgrüne Zwangsjacke.“

 

Spannung in Brüssel


Auch die EU-Kommission blickt nun voller Erwartung auf den schwäbischen Automobilzulieferer, will sie den Verbrauch von Autos zwischen 2021 und 2030 noch einmal um 30 Prozent senken. Entwicklungen auf dem Markt verfolgt sie daher sehr genau. In den nächsten Wochen soll in Brüssel die konkrete Entscheidung fallen, wie der Kraftstoffverbrauch bis 2030 weiter begrenzt werden soll. Die Nachricht von der Bosch-Innovation kann sich hierauf positiv auswirken.

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