Deutschland in Top Ten bei Erwerbstätigkeit Älterer

Erstellt am: 08.06.2018 – Geändert am: 08.06.2018

Ältere Arbeitnehmer hätten keine Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt. So gilt eine weitverbreitete Behauptung. Jedes Jahr finden jedoch über eine halbe Million der älteren Arbeitnehmer einen neuen Arbeitsplatz.

So waren in Deutschland im vergangenen Jahr rund 70 Prozent der 55- bis 64-Jährigen erwerbstätig. Damit hat sich die Erwerbstätigenquote in dieser Altersklasse in den letzten zehn Jahren verdoppelt, was u.a. auf die starke Einschränkung der Frühverrentung zurückzuführen ist. Das beschert Deutschland den fünften Platz im europäischen Vergleich und zwar nach Island (84%), Schweden (76%), Schweiz (72%), und Norwegen (72%). Interessant sei, so das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln, dass in Europa ein starkes Nord-Süd-Gefälle bei den älteren Erwerbstätigen herrsche. In Kroatien, Slowenien, Rumänien und Malta liegen die Quoten zwischen 40 und 45 Prozent. In Griechenland arbeiten sogar nur 38 Prozent der 55-64-Jährigen – das Schlusslicht bei der Erwerbstätigenquote Älterer in Europa.

 

Eine gute Integration der Generation 50+ in den Arbeitsmarkt ist allerdings richtig und wichtig, denn die steigende Lebenserwartung auf der einen Seite und der Rückgang der Geburtenzahlen auf der anderen Seite stellen das soziale Sicherungssystem vor Herausforderungen. Zudem bereichern Ältere das Unternehmen mit ihrem Erfahrungsschatz und Know-How.

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