Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag - Unterzeichnung in Aachen

Erstellt am: 22.01.2019 – Geändert am: 22.01.2019

Neuer deutsch-französischer Freundschaftsvertrag ist ein Meilenstein

Quelle: Markus Schwarze

Deutschland und Frankreich verbindet eine bewegte gemeinsame Geschichte und intensive Freundschaft. Die deutsch-französische Freundschaft wurde mit dem Élysée-Vertrag von 1963 besiegelt. Mit dem Aachener Vertrag, den Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron heute in Aachen unterschreiben, rücken die beiden Länder noch enger zusammen. Das ist ein historischer Meilenstein!

In der Außen-, und Sicherheitspolitik, in Fragen der Wettbewerbsfähigkeit, im Bereich der Gesellschaft und Zukunftstechnologien wollen wir künftig stärker zusammenarbeiten. So soll es z.B. mehr gemeinsame Studienprogramme geben als bisher, unsere Streitkräfte werden enger zusammenarbeiten und auch im Energiebereich und in der Forschung, etwa bei der Künstlichen Intelligenz, werden wir einen engeren Austausch fördern. Konkrete Auswirkungen hat der Aachener Vertrag für die Grenzregionen, also für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Sie sollen mehr Freiheiten erhalten, gemeinsam das Alltagsleben auf beiden Seiten der Grenze zu organisieren, aber auch Gewerbegebiete. Vorgesehen sind grenzüberschreitende Projekte etwa bei der Gesundheitsversorgung und Elektromobilität. Für diese sogenannten „Eurodistrikte“ besteht sogar die Möglichkeit, Rechts- und Verwaltungsvorschriften anzupassen.

Damit machen wir deutlich: Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen und die EU stärken. Unsere Freundschaft mit Frankreich ist mehr als nur eine wirtschaftliche Verflechtung, sie ist der Motor für Europa. Gerade im Jahr der Europawahl und zu Zeiten, in denen Populismus und Nationalismus europaweit um sich greifen, setzen wir mit dem Aachener-Vertrag ein Zeichen, dass wir gemeinsam Verantwortung für die Zukunft Europas übernehmen.

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