Deutsch-australische Kooperation bei Energie und Rohstoffen

Erstellt am: 25.03.2017 – Geändert am: 11.09.2017

Am Montag und Dienstag dieser Woche fand der dritte „Energy Transition Dialogue“ im Auswärtigen Amt in Berlin statt. Am Rande der Veranstaltung unterzeichneten Vertreter Deutschlands und Australiens eine Absichtserklärung über die engere institutionalisierte Kooperation der Regierungen in den Bereichen "Energie" und "Rohstoffe". Zentrales Thema der jetzt ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe ist der Austausch über langfristige Energiestrategien in beiden Ländern mit dem Ziel, den Wandel hin zu einer umweltverträglichen, sicheren und bezahlbaren Energieversorgung zu fördern und zu beschleunigen. Durch einen regelmäßigen Austausch von Erfahrungen und bewährten Praktiken verfolgen beide Regierungen das Ziel, die Energieproduktivität zu erhöhen, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern sowie stabile Investitionsbedingungen zu schaffen und die Versorgungssicherheit durch eine Diversifizierung der Energiequellen zu erhöhen. Neben Fragen des Klimawandels sollen Möglichkeiten der verstärkten Zusammenarbeit im Bereich der Markt- und Systemintegration hoher Anteile erneuerbarer Energien, der Energieforschung und des Rohstoffhandels diskutiert werden. Die Arbeitsgruppe, die federführend vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und vom australischen Umwelt- und Energieministerium betreut wird, ist dabei offen für weitere Teilnehmer aus den jeweiligen Regierungen und Verwaltungen, der Wirtschaft und Forschung. Das erste Arbeitstreffen der Energiepartnerschaft wird voraussichtlich im Mai 2017 in Hamburg stattfinden. Ziel der Konferenz „Energy Transition Dialogue“ war, inhaltliche Impulse für die Energieagenda der deutschen Regierung im G20-Prozess zu setzen. Hierzu stellten die Internationale Energieagentur (IEA) und die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) auf der Konferenz ihre Studie „Perspectives for the Energy Transition: Investment Needs for a Low Carbon Energy System“ vor. Die Studie wurde mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt und untersucht, welche Investitionen für das Erreichen der Pariser Klimaziele notwendig sind und wie Fehlinvestitionen in klimaschädliche Energietechnologien vermieden werden können.

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