Der Soli ist (fast) weg!

Erstellt am: 15.11.2019 – Geändert am: 15.11.2019

Copyright: Yvonne Hermann

Der Bundestag hat entschieden: Über 90 Prozent der Steuerzahler müssen ab 2021 keinen Solidaritätszuschlag mehr zahlen. Sie haben dann wieder mehr Geld in der Tasche, zum Beispiel sollen Zusammenveranlagte 2000 Euro mehr pro Jahr haben, Einzelpersonen 960 Euro. „Das ist die größte Steuerentlastung der letzten zwei Jahrzehnte. Jetzt gilt es die nächste Hürde zu nehmen und den Soli vollständig abzuschaffen. Das haben wir versprochen, daran halten wir uns auch“, so der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer. Aus diesem Grund hatten die Unionspolitiker bereits bei der Verabschiedung des Gesetzes einen Abbaupfad gefordert. Dabei soll sich der Steuersatz des Soli ab 2022 jährlich um 1,1 Prozent reduzieren, bis zum endgültigen Wegfall im Jahre 2026!

Bisher wurde der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent als Zuschlag zur Einkommen- und Körperschaftsteuer erhoben. Er war nur zu zahlen, wenn eine Steuerlast entstand, die bei der Einkommensteuer über einer bestimmten Freigrenze lag. Diese Grenze wird von heute 972 Euro auf 16.965 Euro der Steuerzahlung angehoben. Das heißt: Für alle, die ein zu versteuerndes Einkommen von 61.717 Euro haben, fällt der Soli künftig weg. Das betrifft

Zusätzlich zu dieser neuen Freigrenze wird eine sogenannte Milderungszone eingeführt. Sie soll verhindern, dass sofort auf den vollen Steuerbetrag Soli erhoben wird. Davon profitieren weitere 6,5 Prozent der Soli-Zahler. Die Milderungszone gilt für zu versteuernde Einkommen bis 96.409 Euro. Für Verheiratete verdoppeln sich diese Beträge.

Insgesamt betrifft dies 35,5 Millionen Bürger, die künftig um insgesamt fast elf Milliarden Euro im Jahr entlastet werden, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen. Die unionsgeführte Bundesregierung hält Wort.

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