Der Brexit ist eine sinnlose und kraftraubende Scheidungsveranstaltung

Erstellt am: 02.06.2017 – Geändert am: 11.09.2017

Am Dienstag, den 30. Mai, wurde in Berlin der Report „Irland, Deutschland und die EU: Herausforderung Brexit“ vorgestellt. Entwickelt wurde auf Initiative der Deutsch-Irischen Handelskammer, dem (DIHK) und Joachim Pfeiffer MdB anlässlich der anstehenden großen Entwicklungen durch den angekündigten Brexit in der EU und der Parlamentswahl in Großbritannien nächste Woche. Als Mitinitiator und Autor äußerte sich der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer zur aktuellen Situation in Europa: „Der Brexit ist sowohl für das Vereinigte Königreich als auch für die gesamte EU eine sinnlose und kraftraubende Scheidungsveranstaltung. Es kommt nun darauf an, einen kühlen Kopf zu bewahren und bei den anstehenden Verhandlungen pragmatische Lösungen zu erzielen, um die wirtschaftlichen und politischen Schäden für alle Beteiligten zu  minimieren. Hierbei erwarte ich auch mehr Bewegung von der britischen Seite: Die Briten wissen noch nicht, was sie eigentlich wollen. Viele Versprechen der Brexit-Befürworter sind völlig illusorisch. Beispielsweise, dass die Briten von einem EU-Austritt profitieren könnten.“
Hinsichtlich der nun anstehenden Verhandlungen der EU mit Großbritannien analysiert Pfeiffer: “Dass ein Nichtmitglied mehr Nachteile als Vorteile hat, liegt auf der Hand. Dennoch werden auch Deutschland und die weiteren EU-Mitgliedsstaaten das Ausscheiden des Vereinigten Königreichs zu spüren bekommen: Gerade in finanzieller Hinsicht stellt der Brexit die EU vor neue Herausforderungen, da der EU-Haushalt durch den Wegfall des britischen Beitrags gekürzt wird.“ Wie aber soll sich die EU und Deutschland in den Verhandlungen mit dem wichtigen britischen Handelspartner positionieren? Joachim Pfeiffer bezieht dazu klare Position: “ Die Entscheidung zum Brexit ist gefallen. Nun gilt es, das Beste daraus zu machen. Für den Wohlstand und die Sicherheit aller Europäer wünsche ich mir daher ein Abkommen, das einer EU-Mitgliedschaft möglichst ähnlich ist. Aus meiner Sicht ist es weder politisch noch ökonomisch sinnvoll, das entstehende Defizit im EU-Haushalt durch eine Beitragserhöhung für die übrigen Mitgliedsstaaten auszugleichen. Besser wäre es, die Ausgaben insgesamt zu senken, um eine für alle gerechte Lösung zu erreichen.“
Der Report ist auf Initiative der deutsch-irischen Industrie und Handelskammer (AHK), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Joachim Pfeiffer MdB entstanden.

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